Mittwoch, 10. Oktober 2012

Nun, das Hotel für die ersten Tage oder wohl besser die Nächte ist gebucht. Am 20.10.12 ist 14:40 Uhr Ortszeit ist Ankunft in Bangkok. Die ersten zwei Nächte oder in diesem Fall die ersten drei Tage wird Bangkok unsicher gemacht. Dann geht die Reise weiter - wohin denn? Nun einfach mal Richtung Norden. Die Natur geniessen, die Tempel besichtigen, schauen, wo es einem hin verschlägt.
Was bekannt ist, die Rückreise startet am 10.11.12 ab Bangkok. Was dazwischen liegt, wird sich dann vor Ort zeigen.

Bald gehts los. Vor zwei Tagen hab ich bei einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen plötzlich feststellen müssen  - in gut 10 Tagen ist es soweit.
Nun, das mit der 'soooo lange Zeit' hat sich nun auch relativiert. Ich weiss noch nicht, was ich alles mitnehmen muss und irgendwie frag ich mich, ob ich den neuen Tramper-Rucksack überhaupt voll kriege für die Hinreise? Es liegt zwar was bereit, aber das krieg ich auch in einen kleinen Wanderrucksack gestopft...

Nun, es bleiben noch ein paar Tage, bis zum Schluss fallen mir sicher noch ein paar Dinge ein, die unbedingt auch auf die Reise ins unbekannte Thailand mitkommen müssen - mein Teddy zum Beispiel :D (muss ich auch noch besorgen) ...

Samstag, 21. Juli 2012


Südafrika ist längst Geschichte, aber fast hätte es mich dieses Jahr wieder hin gezogen. Wenn da nicht die Aussicht auf Thailand gewesen wäre.

Ja, gestern  - ganz spontan - Flug gesucht und Flug gebucht - damit wärs erledigt. Im Oktober gehts für 3 Wochen nach Thailand auf Reise. Ankunftszeit und Abflugzeit sind somit bekannt. Wie weiter?
Jetzt fängt die Arbeit wohl erst an, zumindest die erste Übernachtung sollte noch gebucht werden. Aber ich hab ja noch laaaange Zeit :-)

Montag, 24. Mai 2010

Johannesburg und Rückflug

Ich bin schon früh auf und durchstreife das Camp.
Die verbleibenden drei Mädels tauchen so knapp nach 10 auf und wir verpassen das Frühstück.


Da im Camp bei Johannesburg auch kein Internet verfügbar ist, verbringe ich den Sonntag mehrheitlich an der Sonne liegend und Photo bearbeitend im Camp.

Dann gehts zum Flughafen, einchecken und Rückflug mit der Emirates nach Dubai. Der Flug ist etwas holprig, aber wir kommen doch an ;-)

Hab zwar in Dubai auf dem Flughaben Internetanschluss, aber es ist nicht möglich Fotos hochzuladen. Aber die kommen dann noch - irgendwann.
Und doch noch geschafft. Gleich geht der Flieger Richtung Heimat ...

CultureVillage und Rückkehr nach Joburg

Nach verlassen des Krüger Park gehts etwas schneller vorwärts wieder auf der normalen Strasse. Ein Mittaghalt und dann weiter zur Tierauffang- und Pflegestation.  Hier werden wir aufgeklärt, dass auch ein Park wie z.B. der Krüger seine Nachteile für gewisse Tiere und Pflanzen hat. Dann ein Rundgang durch die Station und wir kommen in nächsten Kontakt mit den Cheetas, den Leoparden, den Adlern und Geiern. Auch die Wildhunde sind hier vertreten, sie gelten als sehr gefährliche Räuber. Die Hyäne sitzt hinter doppelten Maschendraht, da sie die Drähte scheinbar mühelos durchbeissen kann. Eine spannende und eindrückliche Führung ist es. Der Pfleger selbst musste übrigens 12 Tage im Krüger verbringen, bis er den ersten Leoparden sah. Wir haben in 2 Tagen gleich 2 gesehen. :-) Es gibt im Krüger rund 1000 Leoparden, die jeweils ihr eigenes Revier haben.  Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir dann das Culture-Village. Hier werden wir die Nacht in Hütten verbringen. Aber erst gibts eine kurze Einführung über den Bau des Village und warum dies genau gebaut wird, mit dem Baum in der Mitte, dem Willkommenstanz, der Küche, in die nur Frauen zugang haben und warum früher der die Männer mehrere Frauen heirateten. Eine kurze Demonstation, wie die Frauen das Mehl zubereiten und daraus den Brei machen und eine Führung durch das Dorf folgt darauf. Dann gehts zum Apéro und schon bald darauf zum tradionellen Nachtessen. Erst wird allen Gästen von den Frauen Wasser zum Händewaschen und anschliessend ein Teller gereicht. Die Frauen rutschen auf den Knien von einem zum andern. Dann gehts zum Essen fassen. Zwei Arten Brei - einer eher süss - eine Tomatensauce zwei Gemüsespeisen - eine Art Spinat und Kabis - sowie gebratenes Poulet. Bis auf den Brei sind alle Speisen kalt. Gegessen wird im mit den Fingern und dem Teller auf den Knien. Das Essen schmeckt hervorragend. Dann gehts zum Hände waschen und zurück zum Feuer, wo uns die männlichen Einheimischen Tänze vorführen und die Frauen im Hintergrund singen. Das den Tänzern nicht die Beine schmerzen ist erstaunlich, wie die mit den Füssen auf den Boden hämmern.  Zu guter Letzt soll dann noch jedes anwesende Land etwas zum Besten geben. OK, ich versuche mein Bestes und versuche mich an den Text eines Mundart-Kinderliedes zu erinnern und plage die Ohren der Anwesenden mit meinem Gekrächzt. Dem Applaus zu urteilen sind alle froh, dass ich fertig bin - oder vermutlich daran, dass ich der einzige war, der etwas vortrug ;-)   Nach einer geselligen Runde am Feuer gehts dann in die Hütten zum schlafen. Die Strohmatten wurden noch mit einer Matraze verstärkt, sodass wir doch etwas weicher liegen konnten. Danke! Um Mitternacht erwache ich und stelle fest, dass unsere Strohtüre verschoben ist. Na, vielleicht war mein Hüttengenosse ja noch draussen. Dann suche ich in meinem Gepäck nach meiner Lampe und als sich meine Augen einigermassen an die Dunkelheit gewohnt haben, merke ich, dass da was komisches vor mir ist. Ein Griff und rasch wieder zurück. Es ist weich - ein Tier? Dann spricht es zu mir. Uff - es war Jamaica, ein Sohn 'des Hauses'. Er erklärt mir, dass er sozusagen Security ist. Wir sind hier sehr nahe bei den Townships der nächsten Stadt und es verirren sich doch hin und wieder mal Bewohner hierher.
Danach ist an Schlaf nur noch schwer zu denken. 

AuffangstationUndCultureVillage 

Morgens um 5:30 klingelt der Wecker. In einer Stunde ist Abfahrt. Wir haben eine lange Reise zurück nach Johannesburg vor uns, insgesamt 600 km. Es ist auch kühl geworden. Wir fahren durch eine Schlucht in dem ca. 2000 m hohen Gebirge. Über die enge Strasse geht's dann weiter. Der plattenartige Aufbau der Tafelberge ist richtig schön sichtbar. Vorbei an Wasserfällen, am PayPoint erreichen wir die Passhöhe, machen Halt und geniessen die Aussicht.
Der Truck macht weiter Probleme, holprig gehts weiter, glücklicherweise meist abwärts. Vorbei an bunt blühenden Sträuchern und Kakteenpalmen, einer fantastischen Gebirgskette sowie kleineren Anbauflächen. Die rote Erde wird von Maschinen und Arbeitern bewirtschaftet. Die Hügel sind überzogen mit grünen Sträuchern, kleineren Bäumen durchmischt mit verschiedenartigen zum Teil meterhohen, blühenden Sukkulenten.

Wir treffen dann bei Dunkelheit in Johannesburg ein. Inzwischen haben wir noch den Truck gewechselt. Die ersten beiden steigen in einem Hotel ab, sie werden von allen beneidet, der Rest hat Zelte mit Bett reserviert. Ein Upgrade war leider nicht mehr möglich.

Wir beziehen unsere Zelte und machen uns frisch, dann gehts zum Restaurant und zum Nachtessen.
Abschied von den nächsten beiden, sie fliegen am Morgen früh nach Cape Town. Es bleiben noch vier, wir fliegen am Sonntag abend und nachts.  Der Sonntag verbringen wir mit Nichtstun und Schreiben. Hier gibts kein Internet. Wir hoffen beizeiten zum Flughafen gebracht zu werden, damit wir noch in ein Internet Café kommen.

Polokwane und Krüger National-Park

Erstmals konnte ich ohne frieren schlafen - ich hatte auch drei Schlafsäcke ;-) - ein seidener und zwei warme. Die Nachttemperatur lag bei ca. 4-5 Grad.
Um 6:30 sind das Zelt zusammengeräumt, die Sachen gepackt und im Track verstaut. Frühstücken und nach dem Abwasch gehts los au fdie Suche nach 'wilden Tieren'.

Wir fahren in einen kleineren Nationalpark in der Nähe von Polokwane. Es ist nicht leicht, in diesem hohen Gras und den niedrigen Bäumen überhaupt Animals zu entdecken. Aber wir finden doch welche, erst ein paar Strausse, ein Zebra dann eine Herde Nashörner, eine Giraffe und Impalas, von weitem einige Wildschweine und Gnus.

Auf dem Dach des Trucks sitzend suchen und finden wir die Tiere. Einfach eine grandiose Sache, sie in der freien Wildbahn zu beobachten.
Dann gehts raus aus dem Park, wir müssen noch Einkäufe erledigen, bevor wir dann in den Krüger Nationalpark fahren. Auch hab ich noch meinen Rückflug zu bestätigen und Briefmarken zu kaufen. Postkarten bekommt man überall, aber dazu gehörende Briefmarken musst du suchen. Im Einkaufcenter ist eine Post untergebracht, da wird es hoffentlich welche geben. Erledigt,  nun noch etwas für Unterwegs einkaufen. Eine 5-l-Kanne stilles Mineralwasser, natrülich von Nestlé, zum Preis von gerade mal 15 Rand. Dies entspricht etwa 2 Franken.

Vorbei an riesigen Bananen-, Palmen-, Gemüse-, Orangen-, anderen Plantagen und Treibhäusern verlassen wir Polokwane in Richtung Krüger Nationalpark so gegen 10:30. Ein kurzer Lunchstopp am Strassenrand, kurze biotechnische Pausenunterbrechen die Fahrt. Die Tore zum Krüger Park schliessen um 5 Uhr abends. Dann müssen wir drin sein.
Rechtzeitig treffen wir dort ein und durchlaufen mehrere Eingangskontrollen. Der Krüger ist hermetisch abgeriegelt durch einen hohen Maschendrahtzaun und darüber gespannten elektrisch geladeenen Drähten. Im Krüger ist das verlassen der Fahrzeuge verboten. Auf das Dach können wir auch nicht - wegen der Katzen. Fotografieren nur asu dem Truck möglich. Die Wege sind klar vorgegeben. Übernachtungen sind nur in Camps oder Lodges möglich und diese sind ebenfalls nur durch ein Tor passierbar, dass abends um 6 geschlossen wird.

Auf der Fahrt zu unserem ersten Camp entdecken wir einige Hippos im Fluss. Es schauen nur die Nasenlöcher und die Augen über den Wasserspiegel. Zwei Büffel sind die nächsten Objekte vor der Linse. Das Maximaltempö im Krüger ist 40 kmh.
Wir haben vom Gate bis zu unserem ersten Camp 45 km zu fahren. Dabei sehen wir weitere Elefanten, Zebras, Büffel udn auch den Leoparden in einem Baum schlafend. Somit haben wir 4 der Big 5 gesehen. Es fehlt uns der Löwe.
Impalas laufen hier in riesigen Herden rum und werden nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr so gross beachtet. Auch die vielen, zum Teil recht bunten Vögel finden nicht die nötige Wertschätzung.

Krüger Naturalpark

Satara heisst unser Camp und wir treffen rechtzeitig dort ein. Anmelden, Platz suchen, Zelte aufstellen sind die ersten Tätigkeiten. Satara ist ein riesiges Camp. Das Nachtessen besteht aus gefüllten Pouletbrüstchen, Reis und Gemüse - alles draussen zubereitet. Dann noch etwas ums Lagerfeuer sitzen - es ist warm.

Der Donnerstag morgen startet um 5 Uhr früh, erstmal habe ich ohne frieren geschlafen. Der frühe Vogel fängt den Fisch - so hoffen wir und verlassen das Camp nach dem Öffnen der Tore für einen Game Drive. Wir finden weitere Tiere, aber auch lange Strecken gar nichts. Der Krüger ist gerade mal halb so gross wie die Schweiz und nicht mal 5 % bestehen aus befahrbaren Wegen oder STrassen. Es ist also nicht verwunderlich, dass die wilden Tiere nicht gerade am Strasssenrand spazieren.

Dann gehts wieder zurück zum frühstücken ins Camp. Gebratener Speck, Rührei und Frenchtoast sowie diverse Müäsli wird für uns zubereitet. Wir sitzen draussen im Kreis um das nun erkaltete Feuer. Kurzärmelig, kurze Hosen und ohne Schuhe - die Temperatur ist angenehm.

Abbau der Zelte, Verstauen des Gepäcks und wir fahren weiter zum nächsten Camp.
Die fahrt wird zum Erlebnis. Viele wilde Tiere (Impalas, Elefanten, Giraffen, Black-backed Jackal und dann diverse Geier. Drei Black-backed Jackals und ein Bushbock bieten uns dann ein unglaubliches Spektackel am Strassenrand. Wir erleben den Todeskampf des Bushbocks, er hat keine Chance. Bald schon fliegen die ersten Geier an. Auf der Strasse liegt ein weiterer Bushbock, dieser wurde vermutlich auf der Flucht von einem Auto angefahren. Auch er verendet kläglich auf der Strasse. Ein vorbeikommender Ranger bringt ihn in die Nähe des zweiten Bushbocks. Nun liegen beide da, die Jackale sind vertrieben, die Geier warten ab. Nach einigen Minuten entschliessen wir uns zum Camp zu fahren, die Reservation vorzunehmen und wieder zurück zu kommen. Nach ca. 30 Minuten snd wir wieder da. Von den zwei Bushbocks ist nichts mehr zu sehen, als ein paar Knochen. Die unzähligen Geier haben volle Arbeit geleistet. Inzwischen ist dann auch der grösste der Geier eingetroffen.
Für unseren Guide war dies auch ein erstmaliges Erlebnis. Brutal anzusehen, aber so spielt die Natur.

Danach gehts zurück aufs Camp um die Zelte für die Nacht aufzuschlagen. Unser Guide beginnt das Abendessen bzw sein den Bortteig vorzubereiten.
Viele kleine Mangoose statten uns einen Besuch ab.

Diesen Abend ist eine Sunset Drive geplant. Dieser wird nur von den Park-Guides durchgeführt. Um halb fünf startet das Vorhaben. Lange sind keine Tiere zu sehen, dann ein Elefant, zwei Giraffen und ein White-Rino. Langsam beginnt es zu dunkeln. Plötzlich rennt ein Baby-Rhino vor uns über die Strasse, die Mutter trabt hinterher. Wunderbar, nur ein zu kurzes Erlebnis. Sie sind sofort verschwunden. Dann sehen wir einen Leopard im Gras verschwinden - ein tolles Tier. Die Dunkelheit scheint ihm Sicherheit zu geben, er hat es nicht eilig.
Wir warten immer noch auf den Löwen, aber der lässt sich nicht blicken. Die Zeit läuft ab, wir machen uns auf den Rückweg. Dann liegt er da, mitten auf der Strasse. behäbig steht er auf und trottet ins hohe Gras am Strassenrand und verschwindet in der Nacht. Ja, wir haben die Big Five gesehen! Was für ein riesiges Glück - und sogar von allen ein Foto, wenn auch nicht alles überzeugende. Aber egal!
Auf der weiteren Fahrt zurück ins Camp sehen wir im Scheinwerferlicht noch weitere Tiere, Katzen und vor allem Impalas.

Im Camp wartet dann das Nachtessen auf uns - grillierte Mashrooms als Vorspeise, dann grillierten Mais, Spear-Rips und das mit Schinken gefüllte und auf Kohlen gebackene Brot. Zum Dessert dann die Schoggi-Banane vom Grill.
Während dem Nachtessen besucht uns eine Hyäne. Allerdings ist sie auf der anderen Seite des Zauns und begutachtet uns hinter dem Gitter.

Einige schlafen unter freiem Himmel. In der Nacht werden sie dann geweckt und vom Guide unverzüglich in ihre Zelte geschickt. Auf unserem Zeltplatz tun sich zwei Honey Badger (Dachse) an den Knochen gütlich. Sie sind nicht ganz ungefährlich.

Auch der nächste Morgen beginnt mit einem Game-Drive. Ausser einem männlichen Warzenschein und einer Herde Pavianen sehen wir aber keine 'neuen' Tiere. Es geht zurück, Frühstück und Abbrechen ist angesagt. Wir verlassen den Krüger Park.

Die Reise geht weiter. Kurz nach dem Krüger kriegen wir dann noch den Cheetah, den Geparden zu sehen. Ein wunderbares Tier. Steht einfach so da an der Strasse, als ob er auf uns gewartet hat und verschwindet dann im Gras.

Elephant Sand und Rückfahrt nach SA

Wir verlassen heute Sabmia mit seinen freundlichen, hilfsbereiten und zuvorkopmmenden Leuten. Die meisten von ihnen sind zu Fuss unterwegs. Autos sind nur wenige anzutreffen, wenn man mal von den vielen hellblauen Taxss absieht.
Um neun ist Abfahrt aus dem Camp in Livingston. Wir sind um sieben auf, Zelte zusammenpacken und frühstücken. Aktuell sind wir noch elf Teilnehmer und zwei Guides.
Auf dem Weg zum Camp Elephant Sands sehen ich dann doch die ersten Zebras und freilebenden Elefanten. Und war das nicht ein Löwe im Gebüsch? Leider sind wir etwas zu schnell unterwegs, als das ein einigermassen passables Foto entstehen konnte. Aber ich hoffe doch, auf dem Trip ein paar dieser Viecher vor die Linse zu bekommen.
Wir fahren den ganzen morgen, mit einem Stopp in einer Stadt nach dem Zoll. Hier können wir Geld wechseln und unsern Lunch kaufen. Unmittelbar nach dem Zoll überqueren wir den Sambesi-River auf einer Fähre. Auf dieser haben genau drei Lastwagen ohne Anhänger platz, und dies sind keine 40 Tönner. Nun ist auch klar, warum vor dem Zoll eine kilometerlange Schlange von Lastwagen zu finden ist. Wir können allerdings vorfahren und uns auf die nächste Fähre begeben. Die verkehrt im Ländereck Simbabwe, Sambia, Botwana und Namibi. Sei bringt uns von Sambia nach Botwana.
Hier geht dann die Fahrt weiter. Eine geteerte Strasse führt uns durch die Steppe. Kaum andere Autos oder Lastwagen unterwegs. Dafür gibts viel Abwechslung am Strassenrand. Steppe mit vertrockenten Sträuchern und verdorrter Erde wechseln sich ab mit Wäldern mit kleinwüchsigen, grünen, knorrigen und zum Teil vertrockneten Bäumen. Aber auch Felder mit blühenden Sonnenblumen und rotblühenden 'Getreide' sind anzutreffen.
Nach einem kurzen bio- und suchttechnischen Stopp erreichen wir dann das neue Camp. Hier sollen am Abend jeweils die Elefanten vorbei kommen und aus dem Tümpel trinken und dann den Weg weiter durch das Zeltcamp suchen. Wir sind gespannt. Das Camp liegt abseits der Strasse mitten in der Steppe. Alles ist auf Sand gebaut. Zeltaufbau dann Apéro an der Bar mit dem einheimischen Bier St.Louis.
Das Nachtessen wird im Kreis eingenommen. Auf Klappstühlen sitzend und den Teller auf den Knien. Dann gehts wieder in die Bar, die gegen den Tümpel hin offen liegt und draussen ein wärmendes Feuer brennen hat. Wir warten auf die Elefanten. Und tatsächlich kommen sie dann auch. Erst nur zwei einsame junge Bullen, dann kommt der Rest der Herde. Insgesamt sind es dann wohl ca. 11 Tiere, die sich am Wasser laben. Es ist schon fast zu dunkel um was zu sehen. Aber es ist unglaublich faszinierend. Zwei der Jungbullen tauchen dann bei der Bar auf und trinken aus dem Pool. Fünf Meter von uns entfernt. Dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

Um Neun ist Schlafenszeit, morgen geht es früh wieder los. Um vier ist Tagwach, spätestens um fünf ist Abfahrt, Frühstück gibts unterwegs.

Es ist wieder kühl in der Nacht und ich muss feststellen, der Schlafsack und ich werden wohl nie Freunde werden. Ich friere und das Ding lässt ich auch nur mühsam schliessen.
Aber auch die Elefanten, die in der Umgebung des Camps ihren Hunger an den Büschen und Bäumen stillen, lassen einen nicht schlafen. Laut schnaubend fressen sie die frisch abgebrochenen Zweige und Äste. Zwischendurch ist auch das Brüllen eines Löwen zu hören.

Der unglaubliche Sternenhimmel entschädigt dann für das frühe Aufstehen. Da ist selbst der Ausblick vom stillen Örtchen ein Genuss.

ElephantSands

Vor fünf fahren wir ab. Ihm Truck ist es ebenso kühl wie draussen. Es ist kein Aufwärmen möglich. Etliche der Trip-Teilnehmer sitzen in Decken oder Schlafsäcken eingehüllt schlafend im Wagen und verpassen den Sonnenaufgang.
Wir fahren nun durch eine zivilisiertere Gegend. An den Strassen stehen vereinzelte Häuser oder Hütten. Etliche Kühe, Ziegen und Maultiere verlangsamen unsere Fahrt, wenn sie in der Nähe oder auf der Fahrbahn rumtrotten. 

Nach ein paar Zwischenstopps und einem Fastfood-Lunch überqueren wir gegen ein Uhr die Grenze zu Südafrika. - Welcome back! - Noch ca. 4 Stunden Fahrt, dann ist die Zeit für heute im Truck auch vorbei. Das Hinterteil dankt!

Somit ist es auch wieder möglich via VodaCom-Handy mit Freunden in CapeTown in Kontakt zu treten.

Der Unterschied zwischen diesen Ländern ist deutlich spür- und sehbar. In Sambia waren zig Männer und Frauen an einem Strassenstück und ein paar Metern beschäftigt, das hohe Gras an den Böschungen tot zu schlagen. In South Africa zieht ein Traktor einen 'Mäh-Rechen' hinter sich her.

Kurz vor unserem nächsten Übernachtungskort verlassen uns zwei Teilnehmer. Sie gehen mit einem anderen Track auf Tour. Also warens nur noch neun!

Das Land wird jetzt zunehmend hügeliger und auch belbter. Die Häuser sehen auch wieder wie welche aus und es fahren vermehrt Autos auf der Strasse. Allerdings haben wir immer noch eine Stunde Fahrt vor uns, bis wir unser Ziel erreichen.

Die Landschaft wechselt von grün zu braun, die Gräser werden höher, die Bäume kleiner und weniger. 

Wir erreichen unseren Übernachtungsort in Polokwane, ein schönes, sauberes Camp mit einer wunderbar eingerichteten Bar. Ich stelle mein Zelt auf, andere schlafen im Christmas-Bed (unter freiem Himmel). Nach einer feiner Lasagne, die wir im Garten gegessen haben, und einer Runde am Lagerfeuer gehts dann Richtung Schlafsack.

Sonntag, 16. Mai 2010

Sonntag, 16.5.10 - Victoria-Fälle - Waterfront Lodge

Tagwache ist schon früh angesagt da der Ausflug zu und mit den Elefanten bereits um 06:15 startet. Auf der Fahrt zur nächsten Lodge kann ich die erste freilebende Giraffe beobachten.
Von unsrer Gruppe bin ich der einzige, der auf den Elefanten reiten will. Wir werden in den Nationalpark geführt und erhalten eine kurze Einführung. Dann gehts schon los zu den Elefanten. Es sind neun Elefanten mit je einem Führer und zu zweit werden die grauen Riesen bestiegen. Also insgesamt zu dritt auf jedem Elefanten. Wir werden begleitet den Jungen der Elefantenkühe. Diese werden ebenfalls trainiert. U.a. wird mit diesen Ritten der Unterhalt und die Sicherung des Nationalparks finanziert. Ebenfalls begleitet uns ein Guide mit seinem Gewehr. Eine Stunde dauert der Ritt durch den Park. Wir begegnen einigen Pavianen und einigen Antilopen, auch Vögel gibts bis zur Genüge zu betrachten.
Nach dem grossartigen Ritt dürfen diese noch gefüttert werden. Dann gehts weiter zum Frühstück in der Parklodge.

Dann müssen die ganzen Geräte noch aufgeladen werden. Dafür gibts auf dem Campground aber keine 'Zapfstelle', also nicht wie auf die Suche. Wär ja tragisch, wenn der Akku plötzlich leer wäre. Und die Gelegenheit muss genutzt werden, wenn es möglich ist. Wird ja nicht überall auf der Strecke die Möglichkeit bestehen, die diversen Akku zu laden.

Nachmittags ist ein Heliflug über den Sambesiriver und die Victoriafälle angesagt. Pünktlich stehe ich bereit aber niemand erscheint. Nach der freundlichen Unterstützung zweier Einheimischer kommt dann doch noch der Fahrer und bringt mich zum Landeplatz. Auf dem letzten Flug kann ich noch mit.

Eine grossartige Sicht bietet sich von oben. Das Fotografieren gestaltet sich in den engen Platzverhältnissen etwas schwierig, die Fenster spiegeln auch ständig die eigene Ansicht wieder. Aber was solls. Eine grandiose Sicht bietet sich über das Land und den River.