Montag, 24. Mai 2010

Johannesburg und Rückflug

Ich bin schon früh auf und durchstreife das Camp.
Die verbleibenden drei Mädels tauchen so knapp nach 10 auf und wir verpassen das Frühstück.


Da im Camp bei Johannesburg auch kein Internet verfügbar ist, verbringe ich den Sonntag mehrheitlich an der Sonne liegend und Photo bearbeitend im Camp.

Dann gehts zum Flughafen, einchecken und Rückflug mit der Emirates nach Dubai. Der Flug ist etwas holprig, aber wir kommen doch an ;-)

Hab zwar in Dubai auf dem Flughaben Internetanschluss, aber es ist nicht möglich Fotos hochzuladen. Aber die kommen dann noch - irgendwann.
Und doch noch geschafft. Gleich geht der Flieger Richtung Heimat ...

CultureVillage und Rückkehr nach Joburg

Nach verlassen des Krüger Park gehts etwas schneller vorwärts wieder auf der normalen Strasse. Ein Mittaghalt und dann weiter zur Tierauffang- und Pflegestation.  Hier werden wir aufgeklärt, dass auch ein Park wie z.B. der Krüger seine Nachteile für gewisse Tiere und Pflanzen hat. Dann ein Rundgang durch die Station und wir kommen in nächsten Kontakt mit den Cheetas, den Leoparden, den Adlern und Geiern. Auch die Wildhunde sind hier vertreten, sie gelten als sehr gefährliche Räuber. Die Hyäne sitzt hinter doppelten Maschendraht, da sie die Drähte scheinbar mühelos durchbeissen kann. Eine spannende und eindrückliche Führung ist es. Der Pfleger selbst musste übrigens 12 Tage im Krüger verbringen, bis er den ersten Leoparden sah. Wir haben in 2 Tagen gleich 2 gesehen. :-) Es gibt im Krüger rund 1000 Leoparden, die jeweils ihr eigenes Revier haben.  Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir dann das Culture-Village. Hier werden wir die Nacht in Hütten verbringen. Aber erst gibts eine kurze Einführung über den Bau des Village und warum dies genau gebaut wird, mit dem Baum in der Mitte, dem Willkommenstanz, der Küche, in die nur Frauen zugang haben und warum früher der die Männer mehrere Frauen heirateten. Eine kurze Demonstation, wie die Frauen das Mehl zubereiten und daraus den Brei machen und eine Führung durch das Dorf folgt darauf. Dann gehts zum Apéro und schon bald darauf zum tradionellen Nachtessen. Erst wird allen Gästen von den Frauen Wasser zum Händewaschen und anschliessend ein Teller gereicht. Die Frauen rutschen auf den Knien von einem zum andern. Dann gehts zum Essen fassen. Zwei Arten Brei - einer eher süss - eine Tomatensauce zwei Gemüsespeisen - eine Art Spinat und Kabis - sowie gebratenes Poulet. Bis auf den Brei sind alle Speisen kalt. Gegessen wird im mit den Fingern und dem Teller auf den Knien. Das Essen schmeckt hervorragend. Dann gehts zum Hände waschen und zurück zum Feuer, wo uns die männlichen Einheimischen Tänze vorführen und die Frauen im Hintergrund singen. Das den Tänzern nicht die Beine schmerzen ist erstaunlich, wie die mit den Füssen auf den Boden hämmern.  Zu guter Letzt soll dann noch jedes anwesende Land etwas zum Besten geben. OK, ich versuche mein Bestes und versuche mich an den Text eines Mundart-Kinderliedes zu erinnern und plage die Ohren der Anwesenden mit meinem Gekrächzt. Dem Applaus zu urteilen sind alle froh, dass ich fertig bin - oder vermutlich daran, dass ich der einzige war, der etwas vortrug ;-)   Nach einer geselligen Runde am Feuer gehts dann in die Hütten zum schlafen. Die Strohmatten wurden noch mit einer Matraze verstärkt, sodass wir doch etwas weicher liegen konnten. Danke! Um Mitternacht erwache ich und stelle fest, dass unsere Strohtüre verschoben ist. Na, vielleicht war mein Hüttengenosse ja noch draussen. Dann suche ich in meinem Gepäck nach meiner Lampe und als sich meine Augen einigermassen an die Dunkelheit gewohnt haben, merke ich, dass da was komisches vor mir ist. Ein Griff und rasch wieder zurück. Es ist weich - ein Tier? Dann spricht es zu mir. Uff - es war Jamaica, ein Sohn 'des Hauses'. Er erklärt mir, dass er sozusagen Security ist. Wir sind hier sehr nahe bei den Townships der nächsten Stadt und es verirren sich doch hin und wieder mal Bewohner hierher.
Danach ist an Schlaf nur noch schwer zu denken. 

AuffangstationUndCultureVillage 

Morgens um 5:30 klingelt der Wecker. In einer Stunde ist Abfahrt. Wir haben eine lange Reise zurück nach Johannesburg vor uns, insgesamt 600 km. Es ist auch kühl geworden. Wir fahren durch eine Schlucht in dem ca. 2000 m hohen Gebirge. Über die enge Strasse geht's dann weiter. Der plattenartige Aufbau der Tafelberge ist richtig schön sichtbar. Vorbei an Wasserfällen, am PayPoint erreichen wir die Passhöhe, machen Halt und geniessen die Aussicht.
Der Truck macht weiter Probleme, holprig gehts weiter, glücklicherweise meist abwärts. Vorbei an bunt blühenden Sträuchern und Kakteenpalmen, einer fantastischen Gebirgskette sowie kleineren Anbauflächen. Die rote Erde wird von Maschinen und Arbeitern bewirtschaftet. Die Hügel sind überzogen mit grünen Sträuchern, kleineren Bäumen durchmischt mit verschiedenartigen zum Teil meterhohen, blühenden Sukkulenten.

Wir treffen dann bei Dunkelheit in Johannesburg ein. Inzwischen haben wir noch den Truck gewechselt. Die ersten beiden steigen in einem Hotel ab, sie werden von allen beneidet, der Rest hat Zelte mit Bett reserviert. Ein Upgrade war leider nicht mehr möglich.

Wir beziehen unsere Zelte und machen uns frisch, dann gehts zum Restaurant und zum Nachtessen.
Abschied von den nächsten beiden, sie fliegen am Morgen früh nach Cape Town. Es bleiben noch vier, wir fliegen am Sonntag abend und nachts.  Der Sonntag verbringen wir mit Nichtstun und Schreiben. Hier gibts kein Internet. Wir hoffen beizeiten zum Flughafen gebracht zu werden, damit wir noch in ein Internet Café kommen.

Polokwane und Krüger National-Park

Erstmals konnte ich ohne frieren schlafen - ich hatte auch drei Schlafsäcke ;-) - ein seidener und zwei warme. Die Nachttemperatur lag bei ca. 4-5 Grad.
Um 6:30 sind das Zelt zusammengeräumt, die Sachen gepackt und im Track verstaut. Frühstücken und nach dem Abwasch gehts los au fdie Suche nach 'wilden Tieren'.

Wir fahren in einen kleineren Nationalpark in der Nähe von Polokwane. Es ist nicht leicht, in diesem hohen Gras und den niedrigen Bäumen überhaupt Animals zu entdecken. Aber wir finden doch welche, erst ein paar Strausse, ein Zebra dann eine Herde Nashörner, eine Giraffe und Impalas, von weitem einige Wildschweine und Gnus.

Auf dem Dach des Trucks sitzend suchen und finden wir die Tiere. Einfach eine grandiose Sache, sie in der freien Wildbahn zu beobachten.
Dann gehts raus aus dem Park, wir müssen noch Einkäufe erledigen, bevor wir dann in den Krüger Nationalpark fahren. Auch hab ich noch meinen Rückflug zu bestätigen und Briefmarken zu kaufen. Postkarten bekommt man überall, aber dazu gehörende Briefmarken musst du suchen. Im Einkaufcenter ist eine Post untergebracht, da wird es hoffentlich welche geben. Erledigt,  nun noch etwas für Unterwegs einkaufen. Eine 5-l-Kanne stilles Mineralwasser, natrülich von Nestlé, zum Preis von gerade mal 15 Rand. Dies entspricht etwa 2 Franken.

Vorbei an riesigen Bananen-, Palmen-, Gemüse-, Orangen-, anderen Plantagen und Treibhäusern verlassen wir Polokwane in Richtung Krüger Nationalpark so gegen 10:30. Ein kurzer Lunchstopp am Strassenrand, kurze biotechnische Pausenunterbrechen die Fahrt. Die Tore zum Krüger Park schliessen um 5 Uhr abends. Dann müssen wir drin sein.
Rechtzeitig treffen wir dort ein und durchlaufen mehrere Eingangskontrollen. Der Krüger ist hermetisch abgeriegelt durch einen hohen Maschendrahtzaun und darüber gespannten elektrisch geladeenen Drähten. Im Krüger ist das verlassen der Fahrzeuge verboten. Auf das Dach können wir auch nicht - wegen der Katzen. Fotografieren nur asu dem Truck möglich. Die Wege sind klar vorgegeben. Übernachtungen sind nur in Camps oder Lodges möglich und diese sind ebenfalls nur durch ein Tor passierbar, dass abends um 6 geschlossen wird.

Auf der Fahrt zu unserem ersten Camp entdecken wir einige Hippos im Fluss. Es schauen nur die Nasenlöcher und die Augen über den Wasserspiegel. Zwei Büffel sind die nächsten Objekte vor der Linse. Das Maximaltempö im Krüger ist 40 kmh.
Wir haben vom Gate bis zu unserem ersten Camp 45 km zu fahren. Dabei sehen wir weitere Elefanten, Zebras, Büffel udn auch den Leoparden in einem Baum schlafend. Somit haben wir 4 der Big 5 gesehen. Es fehlt uns der Löwe.
Impalas laufen hier in riesigen Herden rum und werden nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr so gross beachtet. Auch die vielen, zum Teil recht bunten Vögel finden nicht die nötige Wertschätzung.

Krüger Naturalpark

Satara heisst unser Camp und wir treffen rechtzeitig dort ein. Anmelden, Platz suchen, Zelte aufstellen sind die ersten Tätigkeiten. Satara ist ein riesiges Camp. Das Nachtessen besteht aus gefüllten Pouletbrüstchen, Reis und Gemüse - alles draussen zubereitet. Dann noch etwas ums Lagerfeuer sitzen - es ist warm.

Der Donnerstag morgen startet um 5 Uhr früh, erstmal habe ich ohne frieren geschlafen. Der frühe Vogel fängt den Fisch - so hoffen wir und verlassen das Camp nach dem Öffnen der Tore für einen Game Drive. Wir finden weitere Tiere, aber auch lange Strecken gar nichts. Der Krüger ist gerade mal halb so gross wie die Schweiz und nicht mal 5 % bestehen aus befahrbaren Wegen oder STrassen. Es ist also nicht verwunderlich, dass die wilden Tiere nicht gerade am Strasssenrand spazieren.

Dann gehts wieder zurück zum frühstücken ins Camp. Gebratener Speck, Rührei und Frenchtoast sowie diverse Müäsli wird für uns zubereitet. Wir sitzen draussen im Kreis um das nun erkaltete Feuer. Kurzärmelig, kurze Hosen und ohne Schuhe - die Temperatur ist angenehm.

Abbau der Zelte, Verstauen des Gepäcks und wir fahren weiter zum nächsten Camp.
Die fahrt wird zum Erlebnis. Viele wilde Tiere (Impalas, Elefanten, Giraffen, Black-backed Jackal und dann diverse Geier. Drei Black-backed Jackals und ein Bushbock bieten uns dann ein unglaubliches Spektackel am Strassenrand. Wir erleben den Todeskampf des Bushbocks, er hat keine Chance. Bald schon fliegen die ersten Geier an. Auf der Strasse liegt ein weiterer Bushbock, dieser wurde vermutlich auf der Flucht von einem Auto angefahren. Auch er verendet kläglich auf der Strasse. Ein vorbeikommender Ranger bringt ihn in die Nähe des zweiten Bushbocks. Nun liegen beide da, die Jackale sind vertrieben, die Geier warten ab. Nach einigen Minuten entschliessen wir uns zum Camp zu fahren, die Reservation vorzunehmen und wieder zurück zu kommen. Nach ca. 30 Minuten snd wir wieder da. Von den zwei Bushbocks ist nichts mehr zu sehen, als ein paar Knochen. Die unzähligen Geier haben volle Arbeit geleistet. Inzwischen ist dann auch der grösste der Geier eingetroffen.
Für unseren Guide war dies auch ein erstmaliges Erlebnis. Brutal anzusehen, aber so spielt die Natur.

Danach gehts zurück aufs Camp um die Zelte für die Nacht aufzuschlagen. Unser Guide beginnt das Abendessen bzw sein den Bortteig vorzubereiten.
Viele kleine Mangoose statten uns einen Besuch ab.

Diesen Abend ist eine Sunset Drive geplant. Dieser wird nur von den Park-Guides durchgeführt. Um halb fünf startet das Vorhaben. Lange sind keine Tiere zu sehen, dann ein Elefant, zwei Giraffen und ein White-Rino. Langsam beginnt es zu dunkeln. Plötzlich rennt ein Baby-Rhino vor uns über die Strasse, die Mutter trabt hinterher. Wunderbar, nur ein zu kurzes Erlebnis. Sie sind sofort verschwunden. Dann sehen wir einen Leopard im Gras verschwinden - ein tolles Tier. Die Dunkelheit scheint ihm Sicherheit zu geben, er hat es nicht eilig.
Wir warten immer noch auf den Löwen, aber der lässt sich nicht blicken. Die Zeit läuft ab, wir machen uns auf den Rückweg. Dann liegt er da, mitten auf der Strasse. behäbig steht er auf und trottet ins hohe Gras am Strassenrand und verschwindet in der Nacht. Ja, wir haben die Big Five gesehen! Was für ein riesiges Glück - und sogar von allen ein Foto, wenn auch nicht alles überzeugende. Aber egal!
Auf der weiteren Fahrt zurück ins Camp sehen wir im Scheinwerferlicht noch weitere Tiere, Katzen und vor allem Impalas.

Im Camp wartet dann das Nachtessen auf uns - grillierte Mashrooms als Vorspeise, dann grillierten Mais, Spear-Rips und das mit Schinken gefüllte und auf Kohlen gebackene Brot. Zum Dessert dann die Schoggi-Banane vom Grill.
Während dem Nachtessen besucht uns eine Hyäne. Allerdings ist sie auf der anderen Seite des Zauns und begutachtet uns hinter dem Gitter.

Einige schlafen unter freiem Himmel. In der Nacht werden sie dann geweckt und vom Guide unverzüglich in ihre Zelte geschickt. Auf unserem Zeltplatz tun sich zwei Honey Badger (Dachse) an den Knochen gütlich. Sie sind nicht ganz ungefährlich.

Auch der nächste Morgen beginnt mit einem Game-Drive. Ausser einem männlichen Warzenschein und einer Herde Pavianen sehen wir aber keine 'neuen' Tiere. Es geht zurück, Frühstück und Abbrechen ist angesagt. Wir verlassen den Krüger Park.

Die Reise geht weiter. Kurz nach dem Krüger kriegen wir dann noch den Cheetah, den Geparden zu sehen. Ein wunderbares Tier. Steht einfach so da an der Strasse, als ob er auf uns gewartet hat und verschwindet dann im Gras.

Elephant Sand und Rückfahrt nach SA

Wir verlassen heute Sabmia mit seinen freundlichen, hilfsbereiten und zuvorkopmmenden Leuten. Die meisten von ihnen sind zu Fuss unterwegs. Autos sind nur wenige anzutreffen, wenn man mal von den vielen hellblauen Taxss absieht.
Um neun ist Abfahrt aus dem Camp in Livingston. Wir sind um sieben auf, Zelte zusammenpacken und frühstücken. Aktuell sind wir noch elf Teilnehmer und zwei Guides.
Auf dem Weg zum Camp Elephant Sands sehen ich dann doch die ersten Zebras und freilebenden Elefanten. Und war das nicht ein Löwe im Gebüsch? Leider sind wir etwas zu schnell unterwegs, als das ein einigermassen passables Foto entstehen konnte. Aber ich hoffe doch, auf dem Trip ein paar dieser Viecher vor die Linse zu bekommen.
Wir fahren den ganzen morgen, mit einem Stopp in einer Stadt nach dem Zoll. Hier können wir Geld wechseln und unsern Lunch kaufen. Unmittelbar nach dem Zoll überqueren wir den Sambesi-River auf einer Fähre. Auf dieser haben genau drei Lastwagen ohne Anhänger platz, und dies sind keine 40 Tönner. Nun ist auch klar, warum vor dem Zoll eine kilometerlange Schlange von Lastwagen zu finden ist. Wir können allerdings vorfahren und uns auf die nächste Fähre begeben. Die verkehrt im Ländereck Simbabwe, Sambia, Botwana und Namibi. Sei bringt uns von Sambia nach Botwana.
Hier geht dann die Fahrt weiter. Eine geteerte Strasse führt uns durch die Steppe. Kaum andere Autos oder Lastwagen unterwegs. Dafür gibts viel Abwechslung am Strassenrand. Steppe mit vertrockenten Sträuchern und verdorrter Erde wechseln sich ab mit Wäldern mit kleinwüchsigen, grünen, knorrigen und zum Teil vertrockneten Bäumen. Aber auch Felder mit blühenden Sonnenblumen und rotblühenden 'Getreide' sind anzutreffen.
Nach einem kurzen bio- und suchttechnischen Stopp erreichen wir dann das neue Camp. Hier sollen am Abend jeweils die Elefanten vorbei kommen und aus dem Tümpel trinken und dann den Weg weiter durch das Zeltcamp suchen. Wir sind gespannt. Das Camp liegt abseits der Strasse mitten in der Steppe. Alles ist auf Sand gebaut. Zeltaufbau dann Apéro an der Bar mit dem einheimischen Bier St.Louis.
Das Nachtessen wird im Kreis eingenommen. Auf Klappstühlen sitzend und den Teller auf den Knien. Dann gehts wieder in die Bar, die gegen den Tümpel hin offen liegt und draussen ein wärmendes Feuer brennen hat. Wir warten auf die Elefanten. Und tatsächlich kommen sie dann auch. Erst nur zwei einsame junge Bullen, dann kommt der Rest der Herde. Insgesamt sind es dann wohl ca. 11 Tiere, die sich am Wasser laben. Es ist schon fast zu dunkel um was zu sehen. Aber es ist unglaublich faszinierend. Zwei der Jungbullen tauchen dann bei der Bar auf und trinken aus dem Pool. Fünf Meter von uns entfernt. Dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

Um Neun ist Schlafenszeit, morgen geht es früh wieder los. Um vier ist Tagwach, spätestens um fünf ist Abfahrt, Frühstück gibts unterwegs.

Es ist wieder kühl in der Nacht und ich muss feststellen, der Schlafsack und ich werden wohl nie Freunde werden. Ich friere und das Ding lässt ich auch nur mühsam schliessen.
Aber auch die Elefanten, die in der Umgebung des Camps ihren Hunger an den Büschen und Bäumen stillen, lassen einen nicht schlafen. Laut schnaubend fressen sie die frisch abgebrochenen Zweige und Äste. Zwischendurch ist auch das Brüllen eines Löwen zu hören.

Der unglaubliche Sternenhimmel entschädigt dann für das frühe Aufstehen. Da ist selbst der Ausblick vom stillen Örtchen ein Genuss.

ElephantSands

Vor fünf fahren wir ab. Ihm Truck ist es ebenso kühl wie draussen. Es ist kein Aufwärmen möglich. Etliche der Trip-Teilnehmer sitzen in Decken oder Schlafsäcken eingehüllt schlafend im Wagen und verpassen den Sonnenaufgang.
Wir fahren nun durch eine zivilisiertere Gegend. An den Strassen stehen vereinzelte Häuser oder Hütten. Etliche Kühe, Ziegen und Maultiere verlangsamen unsere Fahrt, wenn sie in der Nähe oder auf der Fahrbahn rumtrotten. 

Nach ein paar Zwischenstopps und einem Fastfood-Lunch überqueren wir gegen ein Uhr die Grenze zu Südafrika. - Welcome back! - Noch ca. 4 Stunden Fahrt, dann ist die Zeit für heute im Truck auch vorbei. Das Hinterteil dankt!

Somit ist es auch wieder möglich via VodaCom-Handy mit Freunden in CapeTown in Kontakt zu treten.

Der Unterschied zwischen diesen Ländern ist deutlich spür- und sehbar. In Sambia waren zig Männer und Frauen an einem Strassenstück und ein paar Metern beschäftigt, das hohe Gras an den Böschungen tot zu schlagen. In South Africa zieht ein Traktor einen 'Mäh-Rechen' hinter sich her.

Kurz vor unserem nächsten Übernachtungskort verlassen uns zwei Teilnehmer. Sie gehen mit einem anderen Track auf Tour. Also warens nur noch neun!

Das Land wird jetzt zunehmend hügeliger und auch belbter. Die Häuser sehen auch wieder wie welche aus und es fahren vermehrt Autos auf der Strasse. Allerdings haben wir immer noch eine Stunde Fahrt vor uns, bis wir unser Ziel erreichen.

Die Landschaft wechselt von grün zu braun, die Gräser werden höher, die Bäume kleiner und weniger. 

Wir erreichen unseren Übernachtungsort in Polokwane, ein schönes, sauberes Camp mit einer wunderbar eingerichteten Bar. Ich stelle mein Zelt auf, andere schlafen im Christmas-Bed (unter freiem Himmel). Nach einer feiner Lasagne, die wir im Garten gegessen haben, und einer Runde am Lagerfeuer gehts dann Richtung Schlafsack.

Sonntag, 16. Mai 2010

Sonntag, 16.5.10 - Victoria-Fälle - Waterfront Lodge

Tagwache ist schon früh angesagt da der Ausflug zu und mit den Elefanten bereits um 06:15 startet. Auf der Fahrt zur nächsten Lodge kann ich die erste freilebende Giraffe beobachten.
Von unsrer Gruppe bin ich der einzige, der auf den Elefanten reiten will. Wir werden in den Nationalpark geführt und erhalten eine kurze Einführung. Dann gehts schon los zu den Elefanten. Es sind neun Elefanten mit je einem Führer und zu zweit werden die grauen Riesen bestiegen. Also insgesamt zu dritt auf jedem Elefanten. Wir werden begleitet den Jungen der Elefantenkühe. Diese werden ebenfalls trainiert. U.a. wird mit diesen Ritten der Unterhalt und die Sicherung des Nationalparks finanziert. Ebenfalls begleitet uns ein Guide mit seinem Gewehr. Eine Stunde dauert der Ritt durch den Park. Wir begegnen einigen Pavianen und einigen Antilopen, auch Vögel gibts bis zur Genüge zu betrachten.
Nach dem grossartigen Ritt dürfen diese noch gefüttert werden. Dann gehts weiter zum Frühstück in der Parklodge.

Dann müssen die ganzen Geräte noch aufgeladen werden. Dafür gibts auf dem Campground aber keine 'Zapfstelle', also nicht wie auf die Suche. Wär ja tragisch, wenn der Akku plötzlich leer wäre. Und die Gelegenheit muss genutzt werden, wenn es möglich ist. Wird ja nicht überall auf der Strecke die Möglichkeit bestehen, die diversen Akku zu laden.

Nachmittags ist ein Heliflug über den Sambesiriver und die Victoriafälle angesagt. Pünktlich stehe ich bereit aber niemand erscheint. Nach der freundlichen Unterstützung zweier Einheimischer kommt dann doch noch der Fahrer und bringt mich zum Landeplatz. Auf dem letzten Flug kann ich noch mit.

Eine grossartige Sicht bietet sich von oben. Das Fotografieren gestaltet sich in den engen Platzverhältnissen etwas schwierig, die Fenster spiegeln auch ständig die eigene Ansicht wieder. Aber was solls. Eine grandiose Sicht bietet sich über das Land und den River.

Samstag - Livingstone

Der Samstag morgen beginnt schon früh. Es war kühl in der Nacht und die dünne Decke gab nicht gerade sehr warm. Aber ich war dann doch zu faul, den Schlafsack auszupacken. Um zehn muss das Zelt geräumt sein, dann werd ich wohl noch nach Livingstone fahren müssen, um das Kitty für den Trip bereit zu haben. Die wollen doch tatsächlich Rand. Naja, wird ja wohl nicht so schwierig sein, Bankomaten gibts auch hier.
Nach einem kurzen Kaffee und nach dem eher mühsamen packen (ich hab mal wieder zu viel Gepäck oder die Tasche ist geschrumpft) gehts dann mit dem Taxi los. In Schritttempo über die holprige und mit vielen Schlaglöchern versehene Strasse. Für zwölf wird wieder die Rückfahrt mit dem Taxifahrer vereinbart. So hab ich Zeit, meine Wasser zu kaufen und rasch Geld zu holen.

Nur das Geld holen gestaltet sich schwieriger als geplant. Bei den verlässlichen Bankomaten zweier Banken ist es nicht möglich mit der Prepaid-MasterCard Geld zu beziehen. Mit der Visa gehts auch nur an einem Automaten, hier gibts aber keine Rand nur diese zambischen Dollar. Nach einer Odysee zwischen den Banken und Bankomaten entschliesse ich mich halt doch, die zambischen Dollars zu beziehen. Schnell umrechnen, und Geld raus lassen und ich bin Millionär. 1'500'000 zambische Dollar für ca. 1500 Rand für ungefähr 211 US Dollar und für fast 200 CHF. Nun gibts über der Strasse ein Wechselbüro, die können das ja wohl in Rand wechseln. Oder eben nicht. Sie haben keine Rand und empfehlen mir zur Post zu gehen. OK - die Post hat auch keine Rand und nur 100 US$. Also wieder zurück zum Wechselbüro und halt in US$ wechseln, die sind beliebter hier als die einheimische Währung und für den Touranbieter wohl auch. Gut, dann wir nun das Bündel Banknoten gegen US$ eingetauscht. Hab das Geld bekommen, obwohl ich den Pass nicht dabei hatte. Dann sehe ich gegenüber eine Bank, die geöffnet hat. Die werden wohl die US$ in Rand wechseln können. Die vielen Wechselbüros am Strassenrand übersehe und überhöre ich gefliessentlich. Aber lästig können die schon sein. Laufen einem doch die ganze Zeit hinterher. Bei der Bank erklärt mir der nette Typ, dass er erst die US$ in Zambische Dollar wechseln muss und dann in Rand. Na toll. Da machst wieder einen tollen Abschreiber. Nun dann, er beginnt zu rechen, mit Taschenrechner und Papier (also ich bin in einer Bank), ich muss mehrmals den Schalter wechseln, mich wieder mal hinsetzen und warten. Zu guter letzt kriege ich dann mein Geld, obwohl ich auch hier keinen Ausweis vorlegen kann.
Jedenfalls kann ich mich sicher fühlen. Auf einem Stuhl in einer Ecke sitzt eine Lady mit Uniform und einem Maschinengewehr auf den Knien. Der Zugang zur Bank ist auch nur über Vereinzelungsschleusen möglich.

Ein Blick auf die Uhr zeigt genau 5 nach 12. Also Zeit, den Taxifahrer zu treffen und zurück zur Lodge zu fahren. Um eins startet die Tour mit einem Info-Meeting.


Tja, nur weiss da niemand etwas von dieser Tour. 'Kann sein, dass sie Verspätung haben' - werde ich vertröstet. Ich esse nun noch kurz ein Sandwich. Gemäss Aussage des Receptionisten der Lodge bin ich der einzige, der sich nach dieser Tour erkundigt hat. Na toll!
Um eins ist niemenad da. Ich starte einen Rundgang durch das Gelände. Schaue mir die Häuser an und den Affen zu, wie sie sich durch die Bäume hangeln und schwingen.
Auch um zwei ist noch niemand da.

Dann endlich taucht der Rezeptionist auf und hat einen Mann im Schlepptau. Wunderbar, scheint ja doch zu klappen. Die Tour hat schon früher gestartet und es sind bereits 15 Teilnehmer dabei. Die besichtigen jetzt die Victoria-Falls. Ich werde hier aufgegabelt und weitere kommen dann noch dazu.
Morgen ist dann ein Tag zur freien Verfügung. Da ich gestern schon bei den Vic-Falls war, ist es heute nicht nötig da hin zu gehen. Für heute abend ist eine Sunrise Rivercrouse geplant. Für den morgigen Tag buche ich mir auch noch zwei Aktivitäten - Elefantenritt und Heliflug über die Vic-Falls. Mal schauen, ob ich tatsächlich was sehe.

Donnerstag, Freitag CapeTown Livingstone

Der Donnerstag morgen beginnt schon früh. Bereits um 5 Uhr bin ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Die Nacht war somit recht kurz. Das dürfte ein harter Tag werden. Der letzte Schultag verläuft ohne grössere Probleme. Mittagessen wie üblich Chicken und kein Reis nur Salat. Dafür noch die letzte mitgebrachte Schweizer-Schokolade.
Den Nachmittag verbringen wir im Montebello Design Center, wo verschiedene einheimische Künster ihre Werke schaffen und auch ausstellen. Ein interessanter Ort in einem der ältesten Gemäuer in Cape Town. Ein herrlicher parkähnlicher Platz zum Verweilen, wenn es schönes, warmes Wetter wäre. Nun kalt ist es nicht gerade, regnen tut es auch nicht. Es ist nass, da es am Morgen wie aus Kübeln gegossen hat. Auf den tieferliegenden Plätzen und Fusswegen waren Seen, an den Strassenrändern z.T. Bäche von Wasser. Die Abläufe waren mit dem heruntergefallenen Laub verstopft. Es war das erste Mal, dass ich mit dem Taxi Bus zu Schule fuhr. Aber schneller war ich trotzdem nicht unterwegs, dafür trocken. Der Taxi Bus hielt alle paar Meter und pfiff und hupte für neue Passagiere.

Am Nachmittag treffen wir uns nochmals für ein letztes geselliges Beisammensein. Dieses dehnt sich dann bis nach Mitternacht aus bei einem Nachtessen (zu Hause) und einem südafrikanische Wein (auswärts) mit Joon und meiner Host-Ma. Dann heisst es 'to say Goodbye!' zu Joon und wir fahren zurück. Noch ein kurzer Schwatz und auch der Abschied von meiner Host-Ma. Sie wird am morgen früh noch schlafen, wenn ich abreise.
Für mich heisst es noch, die letzten Sachen packen und das Gepäck bereit stellen. Dann gehts für ca 2 Stunden ins Bett.

Freitag morgen um vier geht dann der erste Alarm los. Also nichts wie raus aus den Federn. Der Taxifahrer kommt pünktlich eigentlich sogar zu früh. Passt, hab meinen Morgen-Tee gerade getrunken.

Die Fahrt zum Flughafen ist kein Problem, sogar das Einchecken funktioniert reibungslos, das Gepäck ist immer noch gleichschwer. Das Splitting der Gepäckstücke ist auch kein Problem. Also gilt es dann am Flughafen Johannesburg den Koffer zu nehmen und dann in der Security für die nächsten 8 Tage zu deponieren. Die Zeit sollte gemäss Taxifahrer ja reichen. Eine Stunde 40 Minuten Aufenthalt, bevor es dann weiter geht. Die BoardingCard zeigt allerdings, dass bereits eine Stunde nach geplanter Ankunft Bording-Time ist. Aber das reicht allemal.

Wir starten schon mal mit 35 Minuten Verspätung. ok, bedeutet dann wohl, dass es etwas schneller gehen muss mit dem Gepäck deponieren. Nur noch knapp 20 Minuten Zeit! Der Flug ist problemlos, ich frage mich nur, warum alle Leute um mich rum schlafen können und ich nicht, die Landung auch. Jetzt muss nur noch der Koffer durch die Schleuse rutschen. Die Menschenmenge rund um das Förderband verringert sich langsam, mein Koffer ist immer noch nicht aufgetaucht. Auch die Zeit rinnt davon. Noch 15 Minuten - der Pilot hat nohc etwas Zeit gut gemacht. Aber wo ist der Koffer. Da rutscht er doch tatsächlich auch noch runter. Jetzt gilt es zu erfahren, wo sich diese Aufbewahrungsstelle für das Gepäck befindet. Nachdem mir der Weg ein Stück weit gezeigt wurde finde ich dann den Ort auch. Es bleiben nur noch wenige Minuten. Formulare ausfüllen macht in solchen Situationen besonders Spass, dann gilt es das Gate zu finden, durch die Pass- und Personenkontrolle und 'meilenweit' laufen. Bin schon zu spät, aber dafür muss ich beim Bording nicht anstehen, jedenfalls der Bus wartet noch. Uf, knapp geschafft. Kaum bin ich drin, es kommen noch zwei weitere, fährt der Bus ab.

In Livingstone werden wir auf das Rollfeld geführt und zur Passkontrolle begleitet. Es ist warm hier. Die Sonne scheint.

Mit dem Taxi zur Lodge, keine Reservation da. Dann die Jacken entledigen und weiter gehts gleich zu den Viktoriafalls.
Für die Besichtigung können Regenmäntel und Gummischuhe gemietet werden. Mein Taxidriver hat's mir empfohlen. Da kriegst du gleich zwei Regenmäntel übergezogen. Nach den ersten Schritten wird es warm darunter. Aber wenn du bei den Fällen stehst, bist du froh darum. Der feine Wasserstaub hängt wie ein Smog über dem Fall. Der ganze Wasserfall ist nicht sichtbar, die sicht ist verdeckt. Es regnet richtig von den Bäumen. Keinen Regenschutz anzuhaben bedeutet jetzt völlig durchnässt zu sein.
Imposant tosen die Fälle in die Tiefe, ein gewaltiges Naturschauspiel von allen Seiten.

Danach gehts dann zurück zur Lodge und das Zelt kann dann doch bezogen werden. Bin mal gespannt, wie es sich auf diesen Betten schlafen lässt, wie warm es hier in der Nacht wird. Gemäss Taxidriver ist es aktuell zu warm für die Jahreszeit, mir kann es recht sein.

Herzliche Gratulation zum Geburtstag, Angeli!

Nach einem Nachtessen, direkt am Fluss und dem Genuss eines einheimischen Biers namens Mosi (also Livingstone ist in Sambia) versuche ich dann zu schlafen. Ob das bei dem Lärm der Grillen und der und dem Rauschen des Wasserfalls überhaupt möglich ist - ich kanns dann morgen sagen. Jedenfalls muss ich mich erst an den miefigen Geschmack in diesen Zelten gewöhnen. Die Ohrstöpsel liegen ebenfalls bereit, falls dann doch das Gezirpe auf die Nerven geht.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Mittwoch Tag 21

Dienstag und Mittwoch ist schön brav Schule angesagt. Abends dann Hausaufgaben und die Präsentation vorbereiten bzw. schreiben.

Den ganzen Dienstag regnet es, zeitweilig unterbrochen von etwas Sonnenschein.
Abends schüttet es die ganze Zeit wie aus Kübeln, es ist kalt im Hause. Die Nase läuft und ich muss mir eine Jacke anziehen. Es plätschert wie wenn die Fenster offen wären.
Die Fenster dichten nicht wirklich ab.

Im Laufe des Mittwoch morgens hört es auf zu regnen. Nach dem Mittagessen mit André fahren wir mit dem Taxi Bus in die Stadt. Wir sind nicht wirklich schnell unterwegs, denn alle paar Meter hält der Fahrer und der 'Kassierer' rennt auf die Strasse und pfeift und ruft nach neuen Fahrgästen. 
Nun wird es richtig warm, die Sonne scheint. Wir besuchen den Greenmarket Sq. Hier schaut sich André nach einer bestimmten Maske um. Schlussendlich gehe ich mit einer Maske vom Stand weg.
Dumm gelaufen ;-). Die Maske sollte 1200 Rand kosten. Mein Vorschlag 500 - ich will ja nicht wirklich eine kaufen. Der Verkäufer wollte etwas mehr - ok - 600. Dann packt er sie schon ein, als wir vom Stand weg gehen. Also muss ich ihm wohl sagen und auch zeigen, dass ich nur 370 Rand bei mir habe. Er braucht Geld, also hat er sie mir für 370 überlassen und ich hab sie gekauft. (Also, ich hatte tatsächlich nur 370 Rand dabei.)
Weiter besuchen wir noch einige interessante und attraktive Orte in der Stadt.
Zurück geht es dann mit dem Zug. Das Zugpersonal ist wohl immer noch im (Bummel-)Streik, so langsam bin ich noch nie aus der Stadt getuckert.

So, damit ist mein zweitletzter Tag auch vorbei hier. Zu Hause beginnt noch das Packen und aussortieren. Was muss wo rein, was geht mit, etc.
Die Hausaufgaben sind auch noch zu machen, bevor es dann noch für ein kurzes und wohl letztes Bierchen in dieser Stadt raus geht. 

Dienstag, 11. Mai 2010

Montag Tag 19 (School)

Montag ist wieder Schule angesagt. Es kommt eine neue 'Schülerin' aus Brasilien. Somit sind wir elf Schüler in der Klasse - 3 Schweizer, 4 Brasilianer, 1 Mexikaner, 1 Russin, 1 Italienerin, 1 Koreaner. Dies ist genug. Das Klassenzimmer jedenfalls ist übervoll. Wir hoffen nun, dass die Klasse wieder gesplittet wird. Dafür sind wir in den Nachmittagslektionen nur zwei.

Das Wetter spielt im Moment weiterhin verrückt. Gemäss meiner Host-Ma ist es zu kalt für diese Jahreszeit. Die Temperaturen liegen im Moment bei etwa 18-20 Grad. Auf Sonnenschein folgt starker Regen und dann wieder kräftige Windböen.
Wobei ich zur Zeit eher das Gefühl habe, dass es im Haus kälter ist als draussen. Besserung ist die nächsten Tage nicht in Sicht.
Jedenfalls hatte ich Glück und konnte trockenen Fusses nach in die Schule gehen und auch wieder nach Hause. Auch zum obligaten Mittagseinkauf (wir haben auf gegrilltes Hähnchen mit Reis und ab und zu Salat umgestellt) bauchten wir keinen Regenschirm.

Als ich dann nun am frühen Abend nach Hause komme ist Joon, mein koreanischer Mitbewohner ausgezogen. Er hat es sich zusammen mit Freunden in einer eigene Wohnung bequem gemacht. Er bleibt ja auch noch ein paar Monate.

Dafür überleg ich mir bereits wieder, was ich alles wo packen muss, damit ich dann auf der Safari auch alles beieinander habe.
Das mit den zwei Gepäckstücken scheint jetzt doch zu einem Problemchen zu werden und es zeichnet sich ab, dass der Koffer auf dem Postweg die Heimfahrt antreten wird.

Montag, 10. Mai 2010

Freitag - Sonntag, Cape Town

Freitag ein normaler Schultag, aber halt der letzte Schultag der Woche.
Abends ist Ausgang angesagt. Mit dem letzten Zug um acht geht in die Stadt. Dann weiter zu Fuss ins 'Partyviertel'. Es wird getanzt und vernünftig getrunken bis in die frühen Morgenstunden. Dem Taxifahrer kurz den Weg erklären und schon liege ich noch kurz vor dem Morgengrauen im Bett :-). Die Taxifahrt kostete mehr als die Getränke am Abend. Nur anders als mit dem Taxi kommt man hier nicht nach Hause. Zu Fuss wär ich vermutlich zwei bis drei Stunden marschiert und vermutlich nicht heil zu hause angekommen. Dies wenigstens wenn man den Einheimischen glaubt.

Am Samstag spätestens um neun ist Tagwache. Die Township-Tour wurde leider mangels Teilnehmern abgesagt. Mit dieser Tour wäre ein Einblick ins 'andere' Cape Town möglich gewesen. Alleine da hin zu gehen, ist nicht so ratsam. Also lassen wir dies mal bleiben. Da wieder mal die Sonne scheint und ein warmer Tag bevorsteht, hetzen wir zum Bahnhof und ... warten erst mal, da der Zug nicht kommt. Also warten wir auf den nächsten, der dann hoffentlich 40 Minuten später auchfährt. Hier ist es durchaus möglich, dass mal einfach ein Zug nicht kommt. Tja, dann wartet man halt auf den nächsten. Es ist auch durchaus möglich, dass der Zug früher eintrifft und dann auch weiterfährt. Also sinnvollerweise immer genug früh auf dem Bahnsteig stehen. Wir fahren dann doch noch in die Stadt und besuchen ein paar Märkte, schauen uns noch ein paar Sehenwürdigkeiten an und  besuchen zu guter Letzt noch die Waterfront und trinken genüsslich ein Paulaner Weissbier im Biergarten. Die Waterfront ist ein lebhafter Ort, mit abwechslungsreichen Unterhaltungen durch einheimische Musiker oder Tänzer. Ein schöner Ort zum Verweilen. Nach einem Rundgang durch das riesige Shoppingcenter versuchen wir einen Taxibus zu erwischen. Wir quetschen uns noch zu den andern Personen ins Auto. Aber es wird nichts daraus. Der Keinbus springt nicht an. Also alle vierzehn Leute wieder raus und in den nächsten Bus rein. Dann gehts flott und unterhaltsam weiter. Der flotte junge Schwarze neben mir ist in eine Unterhaltung mit mir verwickelt ;-) - nur ich verstehe nur Bahnhof. OK, doch etwas mehr - ist nur ein kleiner Bahnhof! Dann an der Station angekommen müssen wir feststellen, dass wir den Zug um ein paar Minuten verpasst haben. Somit verbringen wir die nächste 3/4 Stunde mit Warten.
Abend gelüstet es nach währschaftem Fleisch. Schliesslich gab es diese Wochen nur Chicken auf alle erdenklichen Arten zubereitet und einmal ungeniessbare Bratwürste. Im Zug in die Stadt wird mein koreanischer Freund aufs übelste von einem betrunkenen Einheimischen beschimpft. Er wird alldings mit einem Chinesen verwechselt. Die Chinesen sind in dieser Stadt, bei einigen Einheimischen der Unterschicht nicht so gut angesehen. Dies hat scheinbar den Grund, dass die Chinesen geschäftstüchige Menschen sind und es z.T. auf Kosten anderer auf ein gutes Einkommen gebracht haben. Ähnlich den Juden bei uns. Nach dem Essen gehts noch kurz auf ein Gläschen ins Kubana und dann bereits wieder nach Hause.

Sonntags weckt um sieben die Musik, der Gesang der gegenüberliegenden Kirche wieder die ganze Nachbarschaft, oder zumindest mich. Aktuell regnet es nicht und so entschliesse ich mich wieder den Zug in Richtung Town zu nehmen und mir ein das 'Art-Museum' und ein bestimmtes Quartier namens Bo-Kaap anzuschauen. Mittags bin ich dann wieder zu Hause. Kaum bin ich da angekommen regnet es in Strömen. Auf den Strassen fliessen Bäche und es bilden sich kleine bis grössere Seen.
Wir fahren ins Shopping-Center. Unsere Host-Ma muss noch für das Muttertagsgericht was einkaufen. Die grossen ShoppingCenter sind hier die ganze Woche offen. Nur Alkoholische Getränke (Hochprozentiges, Wein und Bier) dürfen am Sonntag und abends ab ca. sieben nicht mehr verkauft werden. Darum sind diese Getränke immer in einem separaten Laden oder in einem abschliessbaren, vergitterten Separé zu holen.
Im Moment ist richtiges Aprilwetter hier - und dies im Herbst. Sonne, Regen, Windsböen wechseln sich ab.
Wir stellen auch fest, dass es doch langsam richtig kühl und frisch wird in dem Haus. Es wird langsam Zeit, die dicke Winterjacke aus dem Schrank zu nehmen und anzuziehen. Joon tut dies bereits ;-). Die Bettsocken für die Nacht sind auch schon bereit gelegt und die dritte Decke liegt griffbereit.

Abends geht dann wieder in den den Swinger-Club - immer noch ein Jazz-Club. Es ist Mothersday-Spezial. Die Musik ist gut, der Gaststar hat genügend Power um die kleine Anzahl an Zuhörern zu beeindrucken.

Freitag, 7. Mai 2010

Donnerstag Tag 15


Der Donnerstag begann wieder mit klarerem Wetter. Während den Morgenstunden beginnt es dann richtig zu stürmen und ein kräftiger Regen setzt ein. Die vom Wind heruntergeblasenen trockenen Blätter verstopfen die Abflüsse und das Wasser findet nur noch den Weg auf der Strasse. Diese verwandeln sich beinahe in Bäche. Zum Teil sind die Bahnunterführungen überflutet und nicht mehr begehbar.

Ab mittags ist es dann wieder besser und am Nachmittag scheint dann schon wieder die Sonne, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Abwasser von den Dächern der Häuser werden hier nicht in die Kanalisation, den Untergrund geleitet sondern auf die Strassen, die Plätze oder den Gehsteig.

Beim nach Hause marschieren fällt mir erstmals auf, wie viele Abfallkübel in dieser Stadt stehen. Bei einer Strassenunterführung (4-spurig, 2 in jede Richtung) stehen mindestens acht von diesen grünen Behältern. Dann die Strasse nach der Unterführung dann jede 10 Meter ein neuer Kübel. Also man kanns ja auch übertreiben. Aber es erklärt, warum diese Stadt doch relativ sauber ist.
Ok, es stehen nicht gerade überall die Kübel in Massen. ;-)

Donnerstag, 6. Mai 2010

Montag - Mittwoch Tag 12 - 14

Regen in der Nacht von Montag auf Dienstag. Doch wenn ich das Haus verlasse - kein Regen. Sag ich doch - wenn Engel reisen ...
Da die Strassen aber noch nass sind und mein Bike kein Schutzblech aufweist, entschliesse ich mich zu Fuss zur Schule zu gehen.
Der Himmel ist bedeckt, es ist frisch draussen. Der Tafelberg ist jedenfalls nicht sichtbar. Dies ist dann auch der erste Tag und im Laufe des nachmittags beginnt es sogar zu regnen und eine starke Brise bläst. Gemäss unserer Lehrerin ist dies ein typischer Wintertag für Südafrika. Es ist schätzungsweise 18 Grad draussen. Im Gebäude ist es fast kälter.


Aber Not macht erfinderisch. Mein brasilianischer Klassenkollege André (wir sind am Nachmittag zu zweit in der Klasse) hat sich als Schutz gegen den Regen was Spezielles einfallen lassen: er stülpt sich einen scharzen dünnen Kehrichtsack über den Kopf und hat einzig für die Augen einen Schlitz ausgeschnitten. So läuft er durch die Kapstadter Strassen bzw. bis zum nächsten Taxibus.

Auf dem Nachhauseweg gehe ich in das nahe gelegene Einkaufszentrum Davendish. Ein riesiger Komplex mit scheinbar über 150 Läden, darunter auch grosse wie Woolworths und kleine wie Swatch. Es ist das Grösste der südlichen Hemisphäre.

Tja, als ich wieder aus dem Laden komme, regnet es und ein kräftiger Wind bläst. Wollen wir doch hoffen, dass der Regen dann mal aufhört und morgen wieder die Sonne scheint.


Auch der nächste Tag bringt nicht wirklich Sonne es regnet nicht mehr doch es bläst zeitweilig ein starker Wind. Trotzdem ist es warm - obwohl für hiessige Verhältnisse scheint es kalt zu sein. Auch für unseren koreanischen Klassenkameraden, der sitzt zusammengekauert mit einer dicken Daunenjacke ausgestattet und die Kaputze über den Kopf gezogen auf seinem Stuhl.
Der Mittwochnachmittag wird mit etwas shoppen verbracht, dann muss auch mal die Wäsche gewaschen werden. Dies aber erledigt die Wäscherei.



Heute ist Halbzeit. Traurig genug! Nur noch eine Woche Schule, dann gehts auf die Safari Tour. 

Ab Abend dann noch auf ein kurzes Bierchen in die Stadt. Der letzte Zug fährt um acht Richtung Cape Town. Die Stadt macht einen leeren Eindruck, kaum Menschen auf der Strasse. Ausgestorben - erinnert mich irgendwie an zu Hause ;-)
Zurück gehts dann mit dem Taxi.

Montag, 3. Mai 2010

Sonntag - Tag 11 (Cape of Good Hope)

Bin ja ehrlich froh, ist da nebenan eine Kirche, die bereits sonntag morgen um 06:30 mit lauter Pop-Musik die Leute in der Nachbarschaft weckt. Sonst hätt ich vermutlich verschlafen, hätte den Wecker nicht gehört und wäre nicht rechtzeitig aufgewacht und hätte dann zu guter Letzt noch die Abfahrt um 09:00 Uhr verpasst.



Nun jedenfalls war ich so zeitig unterwegs und war auch froh, hab ich mich entschlossen, das Bike zu nehmen. Ich hab den Treffpunkt nicht gefunden und musste mich bei etlichen Leuten erkunden, wo denn die entsprechende Strasse ist. Aber auch da war ich dann doch pünktlich, wenn auch verschwitzt angekommen. Ich wollte dann mein Bike draussen abgeschlossen stehen lassen, doch der Fahrer wollte es im Schulhof haben. Es sei halt nicht sicher hier. Da das Schultor verschlossen haben, bin ich über die Mauer geklettert, die oben mit diesen eckelhaften Spiessen versehen war. Das Bike haben wir dann sicher im Hof platziert. Nun denn, dann musste ich wieder aus dem Hof 'ausbrechen'. Das war leichter, als reinzukommen. Jedenfalls hab ich dann gemerkt, dass ich einen Finger aufgespiesst habe. Aber was soll's - alles halb so schlimm.

Beim nächsten Treffpunkt steigen noch ein paar Leute zu. Mit zwei Büsschen fahren wir durch die Stadt und Richtung Süden. Der erste Halt ist bereits oberhalb der Stadt auf dem Signal-Hill bzw. dem Lions-Head. Eine tolle Aussicht über Cape Town zu den Robben-Island, über das neue Wahrzeichen (das neue Fussballstadion) und rauf zum Tafelberg lassen einem Träumen. Robben-Island war bis 1996 ein Gefängnis. Hier sass auch Nelson Mandela seine Zeit ab, bis er dann Präsident wurde. Heute ist Robben-Island Weltkulturerbe und Museum und eine Besucherattraktion. Auch das Nachtessen in Form von ein paar Rebhühnern oä läuft einem über den Weg. Dann gehts weiter, alles der Atlantikküste entlang, vorbei an der Universtität, an der 28'000 Studenten studieren, am Castle of Good Hope, an wunderbaren Sandstränden. Wir kommen zu einem Hafen von Hout Bay ein und geniessen noch einen kurzen Rundgang, dann wird eingeschifft und wir sind auf dem Weg zum Seal-Island (offiziell: Duiker-Island). Diese aus dem Wasser ragende Steinmasse wird von Seehunden bewohnt. Einen angenehmen Duft hinterlassen diese Viecher jedenfalls nicht. Aber köstlich anzusehen, wie sie sich im Wasser tummeln oder auch nur auf dem Felsen chillen oder sich kratzen.

Über die Chapmans-Rode gehts dann weiter. Zwischendurch immer mal wieder ein Stopp um die Aussicht, die Natur zu geniessen. Auch die grösste Anthilopenart ist hier anzutreffen. Allerdings ist nur ein Blick von weitem möglich. Dann behindern die berühmt berüchtigten Baboons die Weiterfahrt. Baboons sind Bärenpaviane und vom Aussterben bedroht. Diese treten hier ziemlich frech auf. Man wird vor ihnen ständig gewarnt. In Good Hope Park eingetroffen, gehts erst mal zum Essen. Ich entschliesse mich erst für ein Sandwich, schliesslich will ich ja was sehen von dieser Ecke. Ich werd es später nicht bereuen. Es ist ziemlich windig hier und eine Jacke ist durchaus angebracht. Da sitze ich nun draussen und geniesse meinen Imbiss, das erste Sandwich für mich, das zweite für diese frechen Vögel. Hab gerade mein zweites Brötchen in der Hand, da kommt ein Vogel beflogen und reisst es mir buchstäblich aus der Hand. Sämtliche Vögel rundum sind dankbar und stürzen sich drauf. Ich steh ziemlich dumm da und frage mich, warum auf allen Schildern Baboons steht und nicht Birds. Das Cape of Good Hope mit seinem Strand wird von oben begutachtet, weiter gehts dann zum südlichsten Punkt zum Cape Point mit seinen zwei Leuchttürmen. Wobei nur noch der kleine ganz vorne an der Landspitze in Betrieb ist. Der grössere wird nicht mehr benutzt. Hier befindet sich heute die Global Atmosphere Watch Station. Der Weg zum Cape Point ist einfach aber mühsam wegen dem starken Wind. Hier windet es ständig. Teilweise muss man sich richtig gegen den frischen Wind lehnen um nicht weggeblasen zu werden. Die vegetation ist sehr grün, doch es wachsen hier nur Sträucher. Die müssen auch ziemlich zäh sein. Grössere Tiere leben hier nicht. Die Baboons sind wohl die grössten so weit südlich. Nur die lassen sich heute hier auch nicht blicken.

Dann noch ein Abstecher zu den Klippen runter vom Cape of Good Hope. Es ist Zeit für die Rückkehr. Die führt uns über Simonstown, wo eine Kolonie von Brillenpinguinen ihre Nester hat. Diese hausen in Höhlen, die sie in den sandigen Boden gegraben haben. Die Jungtiere sind jetzt schon etwas grösser, haben aber immer noch ihr graues flauschiges Fell.

Zurück bei der Schule gilt es dann noch das Bike aus dem Garten zu holen. Nur das Reinkommen in den Garten ist nicht so einfach. Beim Versuch die Mauer zu überwinden, dringt einer dieser ekelhaften Stachel recht tief in meinen Handballen. Seither schmerzt die Hand ziemlich stark. Aber wird schon wieder. Mit Hilfe von Fahrer, dem Bus und einigen Tourteilnehmern kriegen wir das Rad doch wieder aus dem Hof raus.
Wie rücksichtslos dann einige Autofahrer sein können, zeigt sich dann beim Heimfahren. Da kommt doch von hinten einer angeschossen und knallt seinen Aussenspiegel an mein Lenkrad. Der Aussenspiegel ist weg und weisst eine schöne Beule auf. Glücklicherweise hat es mir nichts gemacht, ich fahre immer noch. Doch der einheimische, mittelmässig pigmentierte Fahrer ist richtig wütend und will Schadenersatz.  Nicht mein Fehler, nicht mein Problem sag ich ihm und fahre weiter. Nach drei fehlgeschlagenen Versuchen, mich zu stoppen halte ich dann doch mal an. Er ist nicht ruhiger geworden - komisch. Nachdem ich dann die Polizei ins Spiel gebracht habe ist er dann irgendwann davongebraust. Oder vielleicht war es auch der Mann auf der gegenüberliegenden Strassenseite, der das Ganze auf Film festgehalten hat. Wer weiss. Ich bin mir jetzt jedenfalls nicht sicher, ob jetzt die Hand von diesem eingedrungenen Stachel oder vom harten Schlag durch das Auto schmerzt. Jedenfalls werde ich wohl noch lange an beide Vorfälle erinnert.

Donnerstag - Samstag (Schule und Greenmarket Sq)

In der Nacht hat es geregnet, das erste Mal, seit ich jetzt hier bin. Am Morgen ist der Himmel wieder blau und es scheint die Sonne.

Donnerstag ist Schule angesagt. Am Mittag hab ich dann mal mein Bike erhalten, dass ich mir am Vortag für die nächsten zwei Wochen gemietet habe. Nun ja, es lässt ich fahren. Mit Spinnweben überzogen, die Räder mit nur sehr wenig Luft und das Vorderrad hat eine leichte acht. Ich kam ganz schön ins Schwitzen, bis ich dann zu Hause angekommen bin. Jedenfalls werde ich am nächsten Morgen die Räder mal mit frischer Luft versorgen. So hoffe ich, dass es dann besser geht.

Am Abend leisten wir uns wieder mal etwas Ausgang und genehmigen uns ein ganz grosses Bier im Springboek. Ein Pub auf zwei Räume verteilt wobei die beiden grossen Aussenräume nicht eingerechnet sind. Nun wir bleiben nur bis zehn, denn morgen ist Schule und wir sind seriös...

Freitag dann die Räder gepumpt oder besser sie wurden gepumpt. Hier wird man an der Tankstelle noch bedient und schon ziemlich schräg angeschaut, wenn man den Angestellten die Arbeit abnimmt.

Schule - Mikrowellen-Food - Schule.
Dann kann das Wochenende eingeläutet werden. Wir wollten ein südafrikanisches BBQ, ein sogenanntes xxx (kann den Namen nie behalten) veranstalten. Aber das Wetter meint es nicht so gut. Es weht eine Brise und es ist dann auch frisch geworden. Wir kaufen also nur was trinkbares und etwas zu knabbern für den Apéro, dann wollen wir ausgehen. Schlussendlich ist es dann doch so, dass wir zu hause bleiben, zu  fünft einen lustigen Abend verbringen und nochmals was zu essen und trinken einkaufen gehen. Das hier ständig der Fernseher angeschaltet sein muss, stört wohl nur mich. Aber je später der Abend, desto weniger macht es einem was aus.
Gegen drei stellen wir dann fest, dass es an der Zeit wäre, das Bett auf zu suchen bzw. sich auf den Heimweg zu machen. Flawia fährt mit dem Taxi, Jason übernachtet bei uns. Er kann nicht mehr in sein Haus, da im Laufe des Tages die Alarmanlage ausgewechselt wurde und er sich auch abgemeldet hat.
Das Sofa wird dann noch von der Tochter unserer Host-Ma belegt. Somit haben wir das kleine 4-Zimmer Häuschen auch gefüllt. Jedes Zimmer beherbergt 1-2 Personen.

Nach einer kurzen Nacht sind wir dann am Samstag wieder auf. Frisch geduscht und vom Frühstück gestärkt, geht es dann bereits weiter in die Stadt zum Greenmarket Sqare.
An der Ticketausgabe werden wir dann freundlich darauf hingewiesen, dass wir am Montag kein Monatsticket nur Wochentickets kaufen sollen. Das Zugspersonal habe vor zu streiken, allerdings wüssten sie noch nicht genau wann. Jedenfalls gut zu wissen.






Ein Markt mit vielen interessanten und handgemachten, afrikanischen Gegenständen, Kunstartikeln, etc. erwartet uns. Flawia kauft sich zum Abschied noch ein handgemaltes Bild und auch Joon kann nicht wiederstehen. Ich habs mir noch aufgeschoben ;-)

Wir spazieren durch den Markt, dann weiter durch den wunderbaren Ortsteil, zum Parlamentsgebäude und den Präsidenten-Wohnsitz. Dieser wird auch nur 6 Monate im Jahr bewohnt. Dann nämlich, wenn das Parlament auch in Cape Town tagt. Die andern 6 Monate im Jahr befindet sich das Parlament in der 2. Hauptstadt des Landes, in Pretoria. Das Houses of Parlament liegt direkt beim Company's-Garden. Hier laufen einem dauernd Eichhörnchen über den Weg. Diese sind auch gar nicht scheu. Es ist witzig, den kleinen putzigen Tierchen zu zu schauen, wie sie z.B. ihr Futter in der Erde vergraben, das Loch wieder schön zubuddeln und dann die Erde glatt streichen. Wenn die wüssten, dass sie bald wieder vergessen haben, wo sie das Nüsschen vergraben haben, würden sie sich diese Arbeit sparen.
Auch einige eigentümliche Vögel (es sind schon Flugtiere gemeint) sind hier unterwegs. Die sind dann aber nicht so leicht mit ein bisschen Fingerschnippen anzulocken. Sie gehen den Leuten eher aus dem Weg.
Mehrheitlich sind in diesem Garten Einheimische anzutreffen. Viele sonnen sich irgendwo in der Wiese liegend oder sitzend oder schlafen auch im Schatten.
Wieder einmal bin ich von der speziellen, betriebsamen und doch ruhigen Atmosphäre dieser Stadt beeindruckt. Hier lässt es sich aushalten.
Schade ist, dass das Iziko South African Museum & Planetarium sowie auch die Iziko National Art Gallery geschlossen haben. Nun, damit steht wohl fest, was am kommenden Mittwoch nachmittag auf dem Programm steht.

Nach einem kurzen Ruhe-Halt im Kaffee macht sich ein leichter Hunger bemerkbar. Wir fahren zurück zum Banana Jam und bestellen uns eine Pizza. Das Ding ist fast doppelt so gross wie in der Schweiz und eine Halbe hätte wohl für jeden von uns gereicht. Was übrig bleibt kommt in den Robid.. ähm Dogi-Bag. Dafür und weil Happy-Hour angesagt ist, genehmigen wir uns noch ein, zwei Cocktails und machen uns dann bei Einbruch der Dunkelheit auf den Heimweg.

Der Abend wird mit Hausaufgaben verbracht. Ausgang wird gestrichen und dafür wird geschlafen. Für morgen steht ja ein Ausflug zum Cape of Good Hope auf dem Programm.

Freitag, 30. April 2010

Mittwoch Tag 7 (School)

Mittwoch - und somit wieder Schule - bedeutet früher aufstehen und zeitig zur Schule um das Internet zu nutzen.

Erstmals ist der Tafelberg von Wolken bedeckt. Wobei der blaue Himmel doch rundum sichtbar ist. Also wird es wohl wieder ein herrlicher Tag werden.

Nun in der Schule angekommen muss ich feststellen, das Internet ist immer noch down. Es geht nichts, was dann wohl auch bedeutet, heute nachmittag wieder einige Zeit im Internet-Café zu verbringen.

Dafür buche ich mir eine Tour zum Cape of Good Hope am Sonntag. Eine Tagestour für 280 Rand. Und gleichzeitig miete ich für die nächsten zwei Wochen ein Bike, obwohl Lorna mir davon abgeraten hat.
Südafrika ist nicht gerade sehr nett zu Velofahrern oder auch Fussgängern. An jeder Ampel hat es einen Knopf, damit die Fussgänger die Strasse gefahrlos überqueren können. Aber sobald die Fussgängerampel auf grün ist und du die ersten Schritte losgelaufen bist, schaltet diese bereits wieder auf rot. Wenn du Glück hast, bist du in der Mitte der Strasse und es eine Insel. Der Fussgänger'streifen' ist meist auch von wartenden Autos blockiert, sodass du dich sowieso zwischen diesen hindurch schlängeln und zwängen musst.
Normalerweise wird dieser Knopf allerdings gar nicht benötigt. Die Fussgänger gehen über die Strasse, sobald kein Auto kommt. Diese müssen schon im Auge behalten werden, da die Autofahrer keine Rücksicht auf Fussgänger nehmen. Aber es funktioniert. Bis jetzt noch kein Unfall - auch noch keinen gesehen.

Im Laufe des Tages hat sich der Himmel mit Wolken bedeckt, es ist keine Sonne mehr sichtbar und eine Brise windet ;-).

Die neue Lehrerin in der Schule hat für die ersten beiden Tage keine guten Noten erhalten. Jeder der Klasse (ausser dem Koreaner, der nur wegen dem Visum hier ist) ärgert sich. Morgen steht wohl ein ernsthaftes Gespräch an.

Zur Begrüssung der Neuankömmlinge gibts im Garten einen kleinen Mittagsimbiss, dann geht es weiter zum Internet-Cafe.
Scheinbar soll die Internetleitung, die im Seebecken verläuft 'gebrochen' sein. Darum funktioniere das Internet in einigen Teilen der Stadt nicht. Irgendwann wird auch die Schule wieder via Internet erreichbar sein. Aber dies scheint im Moment niemanden zu stören ausser ein paar ausländische (schweizerische) Studenten.
Erstmals in meiner 'Schul-Zeit' sind Hausaufgaben angesagt. ...und ja, ok, ich hab heute nachmittag auf einen Ausflug verzichtet und werde ein bisschen büffeln und selbstverständlich die Aufgaben erledigen.

Dann hat doch heute mein kleines Schwesterchen noch Geburtstag, an dieser Stelle ganz herzliche Gratulation und viel Spass beim Festen.

Wir sind heute abend zu hause und gehen auch zeitig ins Bett, denn wie Lorna sagt, ist der Mittwoch 'Ruhetag' und die Studenten sind am Donnerstag wieder unterwegs.

Mittwoch, 28. April 2010

Dienstag - Tag 6 (Winelands - Stellenbosch)

Feiertag - Es wird der erste Wahltag in Südafrika gefeiert. Somit fällt die Schule ins Wasser.

Wir wollen heute zu fünft mit Lorna in die Winelands fahren. Wein testen und die Gegend erkunden. Um zehn solls losgehen. Es sind schon alle da und warten auf Lorna, doch die sitzt noch gemütlich im Schlafanzug beim Frühstück. Südafrika ;-)  -  also wird es wohl ein paar Minuten später.

Doch bald mal gehts los, noch etwas für unterwegs eingekauft und dann - sitzen wir im Stau. Zwei Stunden später stehen wir immer noch auf der Autobahn im Stau.
Wir stellen fest, dass die Südafrikaner am liebsten BMW, Mercedes oder Toyota fahren. Wir sitzen ebenfalls in einem Mercedes. Der ist 16 Jahre alt und hat gerade mal 120'000 km auf dem Buckel.

Der Stau wird durch eine Baustelle verursacht. Es wird fleissig an einer bzw. schlussendlich sind es doch mehrere Brücken gebaut. Für Strassen- und Bauarbeiter gibt es kein Wochenende oder auch keinen Feiertag hier. Da wird an diesen Tagen gearbeitet, da dann weniger Autos unterwegs sind - ja, das stellen wir gerade mal fest.
Nachdem der Stau dann doch endlich hinter und liegt, gehts flüssig weiter. Die Vegetation wird zunehmend grüner. Wir kommen an den ersten Weinbergen vorbei. Wir sind in einem breiten Tal, dass von allen Seiten mit Bergen eingefasst ist. Das Tal ist bunt in den Herbstfarben geschmückt. Die Weinfarmen - eine schöner wie die andere. Zum Teil richtig herrliche Plätzchen, jeweils mit Restaurant. Zum Teil an richtig schön versteckten, romantischen Orten. Hier lässt es sich leben. Und der Wein ist sogar noch richtig gut.
Das Wetter spielt wie immer mit, wenn Engel reisen. Herrlich, wenig Wolken am Himmer und wie immer eine leichte Brise.
Ach ja, hier weht nur in den Wintermonaten ein Wind, der formt dann auch die Bäume entsprechend. Ansonsten ist es eine Brise. Jedenfalls hoffe ich, nicht in den Genuss eines Windes zu kommen. Denn dann kann es vorkommen, dass die Fussgänger auf der Strasse sich an irgendwelchen Gegenständen festhalten müssen, damit sie nicht davongeweht werden.

Wir fahren durch das Tal und erfreuen uns an den Weinfarmen bzw. an den Weintestings.

Ein Abstecher über Stellenbosch in das Erlebnisrestaurant 'Moyo'. Hier kannst man den ganzen Abend in ganz spezieller Atmosphäre schlemmen. Zum Teil sind die Tische unter Bäumen, zum Teil auf den Bäumen (ok, in Baumhäusern) oder in Zelten. Es ist ein riesiges Gelände und überall findet man wieder versteckt irgendwo irgendwelche Sitzgelegenheit oder eben auch schön gedeckte Tische. Das Essen ist für hiessige Verhältnise sehr teuer. Ein Abend von 18-23:00 mit Buffet beläuft sich dann ohne Getränke auf 255 Rand. Wir haben schon für unser Bier 21 Rand bezahlt.
Nach dem Rundgang durch das Restaurant und dem Getränk fahren wir dann zurück.

Morgen ist wieder Schule angesagt, zumindest am Morgen. Mittwoch nachmittag ist schulfrei hier ;-)

Montag, 26. April 2010

Sonntag - Tag 4 (Beach)

Um zehn Uhr am Morgen klingelt der Wecker. Nur vom Lärm der nebenan liegenden Schule (wobei es aber eine Kirche sein soll) bin ich schon länger wach.
Eigentlich sollte hier die Kirchenglocke läuten. Ihr Gebimmel lässt sie sonntags jeweils eine Stunde lang ertönen. Heute ist das wohl vergessen gegangen, dafür feiert die Kirche in unglaublicher Lautstärke wohl den Feiertag vom Dienstag. Dies ab halb acht in der Früh und bis spätnachmittags.

Nun jedenfalls lässt sich der Tag geniessen. Es ist wunderbares Wetter und der erste Kaffee kann auf der Terrasse an der Sonne genossen werden. Heute solls 25° werden. Das Frühstück mit Toast, Würstchen, Bohnen, gebratenen Champion und Tomaten, Rührei und Toast sowie ein paar Früchten geniessen wir leider im Hause.

Also heute ist Beach angesagt.
Um halb zwölf gehts los. Ein Ticket für den Zug müssen wir ja nicht lösen, da die Schalter geschlossen sind, es keine Automaten gibt und scheinbar die Kontrolleure am Sonntag auch einen freien Tag geniessen und nicht arbeiten. Demzufolge ist der Sonntag offizieller Schwarzfahrer-Tag.
Aber oha - zu früh gefreut. Heut ist wohl eine Ausnahme oder die Stadt braucht Geld, denn die Bussen sollen recht hoch sein in dieser Stadt. Jedenfalls stehen da plötzlich eine ganze Menge Kontrolleure mit Polizeischutz im Wagen und wollen doch tatsächlich ein Ticket sehen. Gut, wir können noch eines im Zug lösen und zahlen die 8 Rand für die Strecke zum Beach. Dies sind ca. 8 Stationen.

Hier treffen wir uns mit Flawia und spazieren über den Strand. Es ist aber ziemlich windig und an ein Bad im Meer ist nicht zu denken. Das Wasser auch ziemlich kalt. Aber das ist soweit ja auch kein Problem. Es hat genügend Surfer oder eher solche, die es werden wollen, die sich im Wasser tummeln. Auch vereinzelt verirrt sich ein Schwimmer in die Fluten, einige nur in den Kleidern. Ob dies dann tatsächlich wärmer gibt, ich waage es zu bezweifeln. Seit Ende März ist der Strand nicht mehr öffentlich überwacht. Die Wachhäuschen sind nicht mehr besetzt.
Der Strand ist überzogen mit grösseren und kleineren Muscheln. Auch liegen viele braune Wasserpflanzen am Strand. Die sehen aus wie die Tentakeln eines Tintenfisches. Zum Teil sind die Stängel einige Meter lang bis dann die kurzen, palmenartig angeordneten Blätter daraus hervorwachsen. Ansonsten ist der Strand doch sehr sauber.

Nahe beim Strand wird ein Bazar oder Markt durchgeführt. Den angebotenen Dingen nach zu beurteilen ist dies eher ein Markt für die Einheimischen, bei uns würde dies wohl zum Teil unter Abfall laufen. Es wird aber auch Handgemachtes angeboten.

Weiter fahren wir mit dem Zug (immer noch offizieller Schwarzfahrer-Tag) an die Kalk-Bay. Ein kleiner interessanter Hafen mit vielen Einheimischen wie auch Touristen. Die Läden an der Strasse haben geöffnet. Frisch gefangene Fische werden gleich vor Ort ausgenommen und zubereitet. Es riecht nach Fish and Chips. Viele Fischer säumen die Bay und versuchen den Fang ihres Lebens zu machen.
Im Hafenbecken tummeln sich drei, vier Robben und freuen sich, wenn mal ein Brocken für sie abfällt.

Nach einem feinen Essen gehts dann schon zurück mit dem Zug. Der fährt am Sonntag nur jede Stunde. Aber man ist nie sicher, ob jetzt ein Zug dann kommt oder ob er gerade irgendwo 'Pause' macht. Wir haben Glück, etwas verspätet trifft er doch noch ein.
Auf jedem Bahnhof arbeiten drei bis vier Securities. Wobei arbeiten etwas hoch gegriffen ist. Sie liegen, stehen oder sitzen da und warten bis der Tag vorbei ist. Dank diesen Securities sind die Bahnhöfe allerdings sicher und werden auch nicht von Bettlern oder Pennern überlaufen. Die sind nicht auf Bahnhöfen zu finden. Insgesamt gesehen, sind diese Orte auch recht sauber gehalten.

Ein späterer Spaziergang durch die Stadt verrät, dass auch am Sonntag gearbeitet wird. Die Bauarbeiten an den Strassen bzw. Gehsteigen sind in vollem Gange. Bis zur WM sind es ja auch nur noch 47 Tage (oder so).

Abends ist ein Besuch in einem Jazz-Club angesagt. Hier tritt dann auch als Gast-Star die bekannte und einheimische Jazz-Sängerin Melanie Scholtz auf. Sie ist gerade von einer Tour in Brasilien zurückgekehrt.
Etwas nach Mitternacht treffen wir zu Hause ein.

Für morgen ist früh aufstehen angesagt, da ich jetzt unbedingt das Internet in der Schule nutzen muss. Diese öffnet aber auch erst um 08:00 Uhr.

Samstag - Tag 3 (TableMountain - Waterfront)

Table Mountain ist heute angesagt.
Wir treffen uns morgens um halb zehn bei einer Zugstation. Von hier aus fahren wir mit dem Taxibus nach Cape Town Center. Weiter geht's mit einem gecharterten Bus bis zur Talstation vom Cableway. Von uns drei sind nicht alles begeisterte Berggänger, also entschliessen wir uns, die Seilbahn zu nehmen. Table Mountain ein imposanter, flachgewalzer Berg von 1060 m Höhe mitten in der Stadt. Für fahren mit einer sich inwendig drehenden Seilbahn bis nach oben. Die Aussicht ist herrlich. Der Blick schweift über die ganze Stadt Cape Town bis zum Cap der guten Hoffnung (ok ist ein Joke). Die Vegetation ist ziemlich karg, der Boden felsig und alles ist ausgetrocknet.
Eigentlich auch kein Kunststück bei dieser Hitze. Heute mittag zeigt das Thermometer wohl gegen 25°. Wunderbares Wetter, keine Wolken am Himmer und auch kein Lüftchen weht heute - einfach traumhaft.
Nach einem Rundgang über einen Teil des Tafelberges fahren wir wieder runter und entschliessen und (2:1) den restlichen Weg runter in die Stadt zu Fuss zu gehen. Es wird warm und wir müssen der Strasse entlang gehen, einen Wanderweg haben wir nicht gefunden. Der Entschluss, zu Fuss zur Waterfront zu wandern wird bald aufgrund der Hitze hinterfragt. Aber weiter gehts - keine Blösse zeigen. Wir erreichen die Stadt und dann auch mal die Long St. Eine wunderbare Strasse, viele kleinere Läden und Cafès laden zum Verweilen ein. Die Häuser sind zum Teil noch im Kolonialstil erhalten oder auch nachgebaut. Eine interessante Strasse. Hier soll sich auch ein Teil des Nachtlebens von Cape Town abspielen. Aber im Moment ist davon gar nichts zu sehen.
Am Ende der Long St wird dann doch noch ein Taxibus angehalten, der uns dann etwas schneller zur Waterfront bringt.

Diese Taxibusse sind eine interessante und witzige Sache. Davon gibts eine Menge in der Stadt, die fahren hupend die Strassen rauf und runter und sammeln die Leute auf der Strasse auf, die gerade mal mitfahren wollen. Irgendwo, nach Wunsch der Fahrgäste, dürfen diese dann wieder aussteigen. Die Kosten für eine Fahrt sind bescheiden und bewegen sich zwischen 3.5 bis 5 Rand, umgerechnet also 50 bis 70 Rappen. Diese Taxis befördern bis zu 12/13 Personen hinten und 2 vorne. Es wird eng, wenn sie gefüllt sind. Das Geld wird während der Fahrt eingesammelt. Wird das Taxi von Anfang an gefüllt, so wird das Geld durch einen Fahrgast pro Sitzreihe eingezogen und über die nächste Reihe mit der Angabe der zahlenden Gäste weitergereicht. Dies bis das gesamte Geld vorne eintrifft. Muss Rückgeld gegeben werden, so kommt dieses auf dieselbe Weise wieder zurück. Wer Rückgeld benötigt, nimmt sich seinen Teil und reicht den Rest weiter. Und das Ganze funktioniert.

Die Waterfront ist ein Einkaufscenter und eine Menge Cafés und Läden rund um das Hafenbecken. Livemusik und Darbietungen an jeder Ecke. Die Häuser sind im alten Stil gehalten. Hier lässt es sich aushalten. Etwas am Hafen entlang flanieren, die Leute und Darbietungen beobachten, irgendwo was trinken - ein spezieller und wunderbarer Ort. Ich hoffe, ich bin nicht das letzte Mal hier.

Da das neue Fussballstadion auch in der Nähe ist, wollen wir noch einen Blick da drauf werfen. Vom Tafelberg haben wir es ja schon von oben betrachtet, jetzt fehlt uns noch der Blick von unten. Nach einen kurzen, ca. 10 minütigen Spaziergang sind wird dort. Leider kann es nicht von innen betrachtet werden. Aber es sieht doch ziemlich imposant aus. Vielleicht liegt ja mal der Besuch eines Fussballspiels drin.

Dann ist Zeit um nach Hause zu fahren. Mit dem Taxibus gehts zur Station und von dort mit dem Zug nach Hause. Da heute Samstag ist, fährt der auch nur alle halbe Stunde. Während wir nun so im Zug sitzen und warten kommen doch so 8 Händler vorbei und wollen irgendwelche Süssigkeiten, was Salziges oder ähnliches verkaufen. Ebenfalls ein klimpernder Blinder wird von einem Mädchen durch den Wagen gezogen und bettelt um ein Almosen.

Betteln und Strassenverkäufe von sackweise Früchten, Souveniers, Zeitungen, etc. direkt am Strassenrand oder mitten auf der Fahrbahn sind hier ganz normal. Meist werden diese Händler aber nicht beachtet und es stellt sich die Fragen, ob diese Art von Verkauf tatsächlich einträglich genug ist.

Im Laufe des späteren Abends fahren wir zu dritt noch in ein spezielles Restaurant und bestellen noch was feines zu essen. Wir essen typisch einheimisch in Woodstock, einem älteren, gut erhaltenen Quartier. Hier lohnt sich vermutlich mal ein Spaziergang bei Tag. Lorna ist unsere Chauffeurin und zeigt uns anschliessend noch die Stadt und wo die Clubs und sonstigen Ausgeh-Orte sind. Wir fahren durch die Long St. Hier ist allerdings knapp vor 12 noch nicht sehr viel Betrieb. Fahren am Parlamentsgebäude und weiteren interessanten und altehrwürdigen Gemäuern vorbei. Zurück ins Observatory-Gebiet. Dann wieder über diverse Umwege zurück nach Hause. Unterwegs möchte uns Lorna an diversen Clubs, Bars, etc. ausladen. Aber Junn und ich sind und bleiben seriös.

In diesem Restaurant zahlten wir für das Bier gerade mal 10 Rand (man rechne: der Kurs ist etwas 1:7). Auch das essen haben wir für rund 70 Rand erhalten und die Portionen waren grosszügig.

Lorna lässt sich das restliche Essen einpacken - für ihren nicht vorhandenen Dog. Als wir zu hause ankommen, ärgert sie sich gewaltig. Sie wollte den DogiBag einem Bettler überlassen und hat es vergessen.

Zu Hause werden noch Pläne für den morgigen Tag geschmiedet. Wir werden an eine der vielen Beach'es fahren und wollen ein Bad im wunderbar (hoffentlich) warmen Ozean nehmen!

Freitag - Tag 2

Der zweite Tag in der Schule und ich hab es immer noch nicht fertig gebracht, etwas auf den Blog zu schreiben.
Internet gibts nur in der Schule - Zeit bleibt da wenig. Vor der Schule ein paar Minuten, in der kurzen Mittagspause eher wenig, da dann noch etwas zu essen eingekauft und gegessen und geplaudert wird und am Nachmittag nach der Schule ist schon bald mal Feierabend und die Schule macht dicht. Aber bis zum Ende des Aufenthaltes hier, werde ich das auch im Griff haben.

Am zweiten Tag bin ich zeitig auf. Das Frühstücksgespräch mit Lorna zieht sich in die Länge. Dabei empfahl sie mir, in die Schule zu gehen, die Gegend etwas kennen zu lernen. Nur ein Fussmarsch von ca. 25 Minuten. Ist ja kein Problem, dann ist jetzt fertig gequatscht. Und wie es der Zufall so will - ich komme zu spät zur Schule. 5 Minuten zu spät und dass in der neuen Klasse. Toller Einstand! Gut gilt hier keine Gipfeli-Regel ;-). Aber wie sich herausstellt, bin ich nicht der letzte. Lorna meint dann auch, 5 Minuten zu spät ist in Südafrika sicher noch pünktlich.
Nun jedenfalls, ich komme in der Klasse an und alle sind schon wieder in einen Test vertieft. ok, gut, wenn die wollen.
Anschliessend wird im Garten an der Sonne der Kaffee genossen. Heute solls so gegen 22° gewesen sein. Es bläst immer ein leichter bis stärkerer Wind in Cape Town. Der kann bisweilen recht unangenehm werden. Aber man hat ja immer eine Jacke dabei - auch wenns dann halt mal 25° ist.

Der Test ist in der Zwischenzeit kontrolliert und wird besprochen. in dieser Klasse sind wir 7 Studenten.

Heute gibts was zu Futtern, aber dafür müssen wir erst noch einkaufen. Der nächste Shop ist nicht weit. Fertigfutter für die Mikrowelle ist angesagt. Toll, da fährst du extra nach Südafrika, damit du dein erstes Fertigmenü in die Mikrowelle schieben kannst. Nach dem Essen gehts gleich weiter mit den Nachmittagslektionen.

Anschliessend ein Versuch, den angefangenen Blog fertigzuschreiben und zu speichern, aber weit gefehlt: statt das er gespeichert wurde ist alles Neue weg.
Dann schliesst die Schule und aus die Maus. Keine Neuigkeiten, kein Blog, keine Mails, kein rein gar nichts… Dann müssen die Lieben zu hause noch ein bisschen warten – i’m so sorry !

Zu dritt geht’s am Abend dann mit dem Taxi in den Ausgang. Flawia, eine Mitschülerin aus Luzern, und Junn. Wir fahren zum Observatory – hier soll was los sein. Nun, ich wurde auch schon aus einer Bar ‚rausgeworfen‘, aber noch nie so früh. Also geht’s zur nächsten Bar. Das Bier ist günstig - 3 dl belaufen sich auf ca. 12-15 Rand - ca. 2 CHF. Es ist aber nicht viel los und bald entschliessen wir uns nach Hause zu fahren, nachdem wir uns für den nächsten Morgen verabredet haben. Das Taxi bringt uns sicher bis vor die Haustüre.

Tja, Züge fahren um diese Zeit nicht mehr – die letzten sind bis um ca. 6 bis 8 Uhr unterwegs. Die Taxibusse sollen um diese Zeit nicht sicher und zu Fuss, wenn‘s dunkel ist, soll lebensgefährlich sein. Es wurde uns eingeschärft nur mit einem offiziellen Taxi nach Hause zu fahren.

Reise und Tag eins

Es ist nun Tatsache, ich sitze hier in Cape Town! Und ich hab keinen Internet-Anschluss :-)

Aber der Reihe nach:

Nachdem mich nun der Zug rechtzeitig und pünktlich zum Flughafen gebracht hat und ich das viele Gepäck (wer kommt schon auf die Idee, einen Koffer, eine grosse Tasche, einen Fotorucksack und eine Umhängetasche freiwillig mitzunehmen?) zum Check-In geschleppt habe, stellt sich die grosse Frage - ist das Gepäck nicht zu schwer? Warum das Ganze nicht doch vorgängig auf eine Waage gestellt? Was wenn's tatsächlich Übergewicht hat?

ok, nach 10 Minuten anstehen kommt die Stunde der Wahrheit. Die leichte Tasche auf die Waage - ups - etwas über zehn Kilo. Wohin nur mit der übergewichtigen Ware? Dann den Koffer drauf, der ist bei weitem schwerer. Nicht hinschauen nützt wohl auch nichts. Was solls: Augen auf und durch. Etwas unter 20 Kilo - uff. Leichtes Übergewicht, aber wenn ich mich so umschau, wer hat das nicht. ;-)
Dann bleibt noch gut eine Stunde für einen kleinen Imbiss und ein Bierchen.
Vor dem Boarding taucht plötzlich noch ein guter Freund auf um mich zu verabschieden. So lieb - Danke!

Dann rein in den Airbus. Platz ist genügend vorhanden. Vor uns sitzt niemand. Nach etwas mehr wie sechs Stunden Flug landet die Maschine in Dubai. 2.5 Stunden Aufenthalt und weiter gehts mit einer Boing. Der Service in den Maschinen der Emirates ist sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen schmeckt ebenfalls recht gut.
Nach einen fast 10-stündigen problemlosen Flug über die afrikanische Pampas und den indischen Ozean landen wir Cape Town.
Das Gepäck ist schnell gefasst, der Fahrer gefunden und weiter gehts zur Gastfamilie oder besser wohl Gast-Mama.
Auffallend ist, dass die Mehrzeit der Häuser alle hinter hohen Mauern versteckt sind, zum Teil mit Elektrodraht oben drauf gesichert. Dies sind die reicheren Einwohner, jene die in ärmeren Verhältnissen leben, benötigen auch keine Mauer.

Der Empfang bei der Gast-Ma namens Lorna ist herzlich. Nach etwas Small-Talk, Zimmerbezug und einer wunderbaren Dusche wird gegessen. Wir sind zu dritt - Lorna, ein süd-koreanischer Student und ich. Bald mal heisst es dann für mich - ab ins Bett. Während dem Flug war an Schlaf ja nicht zu denken.

Am nächsten Morgen der erste Schultag. Meine Gast-Ma bringt mich da hin. Ein schnelles Interview, eine kurze Einteilung in eine Klasse und der erste Schulhauswechsel steht an. Der neue Ort liegt in einem schönen, kleinen Garten mit ein paar alten Bäumen und blühenden Büschen. Ein kleiner Pool ist ebenfalls vorhanden.
Die erste Stunde ist ein Test - Wochenrückblick - ok denn halt. Kann ja nur schiefgehen. Aber so übel war ich dann doch nicht. Dann der Bescheid - du sitzt in der falschen Klasse, du musst eine Stufe höher. Tja, also für den nöchsten Tag neue Kameraden. Dabei war diese Klasse ganz familiär - only 3 studends in the class. 

Für Mittagessen bleibt keine Zeit. Normalerweise knapp eine Stunde, doch wir (die vulkangeschädigten Neuankömmlinge) bekommen einen Spezialabrieb und werden über die Gepflogenheiten instruiert.

Nun am Nachmittag sind ja auch noch ein paar Lektionen angesagt. Auch hier ist die Klasse eher klein. Wir sind 4 Lernende und versuchen Konversation zu betreiben - also ich versuche zumindest etwas zu verstehen...

Aber so geht es mir ja schon den ganzen Tag. Ich stelle mir die Frage - was wollen denn die alle von mir...

Mein koreanischer Mitbewohner, Junn hat auf mich gewartet und zeigt mir den Heimweg. Wir fahren mit dem Zug. Es sind zwei Stationen und ein wenig Fussweg. Tja, hier musst du wissen, wo du aussteigen musst. Karten oder Pläne gibts keine im Zug und sehen tust du auch nichts. Die Fenster sind milchig. Aber wir sprechen ja alle die gleiche Sprache hier... oder so ...

Abends fahren wir mit Lorna, deren Tochter und Freundin ins Grand West. Sie wollen den Cirque du Solei anschauen. Junn und ich schauen uns das Gebäude an. Ein riesiger und eindrücklicher Komplex mit Spielkasino, diversen Restaurants unterschiedlichster Spezialitäten, Kinos, Kinder-Spielcenter, etc. Das Ganze ist als Dorf gestaltet. Wir flanieren also unter 'freiem' Himmel durch die Gassen und über die Plätze. Schauen uns um und essen das erste Rumpsteak. Anschliessend warten wir im Pub auf unseren Fahrer. Der Cirque ist dann auch bald zu Ende nach einer längeren Heimfahrt endet auch dieser Tag.

Dienstag, 20. April 2010

... und GO!

Das lange Warten hat ein Ende.
Jetzt ist es klar. Definitiv.
Heute mittag kam der Bescheid.

Heute abend kanns losgehen oder wohl besser fliegen in Richtung Süden.

Bin ja froh, steht noch ein Flugi seit letztem Freitag einfach so leer da unten, weil es nicht wieder wegkam ;-) - genau da sitz ich dann heute abend drin.

Drei Tage Verspätung auf den ursprünglichen Zeitplan. Aber das sind wir uns ja gewohnt :-).
Nun jedenfalls, am Rückflugdatum hat sich (leider) nichts geändert. Das bleibt bestehen. Aber wer weiss, wenn der Eyjafjallajökull mit Produktionsproblemen kämpft und weiter Rauch und Asche speit, ob dann nicht doch ein CR auf Verschiebung des Rückflugs beantragt werden muss ....
Aber ich will den Teufel nicht an die Wand malen, könnte sowieso keiner erkennen, erst fliegen wir, dann sehen wir weiter...

Sonntag, 18. April 2010

Warten auf ...

Da stehen sie nun und harren der Dinge, die da kommen.

Und ich darf alle paar Minuten dran vorbei gehen und staunen - die warten ja immer noch - die sind ja recht geduldig.

Tja, was machen wir damit.
Der Koffer wurde immerhin schon wieder geöffnet und gewisse Dinge sind auch schon wieder in Gebrauch.
Hoffe es bleibt dabei und die Entfernten Sachen wandern in Kürze wieder in den Koffer.
Verschliessen, ergreifen und ab die Post in Richtung Süden. Dafür allenfalls umbuchen, verlängern und geniessen ;-)

Oder doch - öffnen, auspacken und versorgen und so tun wie wenn nichts gewesen wäre!

Nun, die erste Variante wäre mir bei Weitem lieber.

Samstag, 17. April 2010

Hoffnung ist nicht alles ...

War wohl nichts mit heute fliegen.
Die Fluggesellschaft hat sämtliche Flüge für Samstag und Sonntag gestrichen. Nix fliegt mehr.

Dienstag ist die nächste Gelegenheit. Da bin ich schon mal auf der Reservebank drauf. Ob ich dann auch definitiv mit darf, wird sich erst noch zeigen. Ich hoffe, dies klappt dann.

Ich glaub fast, ich muss noch eine Woche länger Ferien anhängen und die CampingTour verschieben ;-)
Eine Woche mehr oder weniger spielt auch keine Rolle. 

Mal schauen was die gute Frau vom Reisebüro für mich arrangieren kann - ich bin ja flexibel.

was hetz ich denn da...

hab mal kurz mit dem Reisebüro telefoniert, die versuchen die Fluggesellschaft zu erreichen. Aber das scheint ja zur Zeit jeder zu wollen - warum auch immer - einfach unverständlich.

Aber so wie es aktuell aussieht bzw. nach dem Blick in die gläserne Kristallkugel. Wird es heute nichts mit fliegen...
Aktuell ist der Luftraum noch bis 20 Uhr gesperrt - mein Flug geht erst nach Zehn heute abend - also passt doch ...
... nur mit was fliegen? Wenn gesperrt, dann auch für landing flights! - Also kein Flieger da, der mich in den Süden bringt.
... der Blick in die Kristallkugel sagt - Dienstag Abflug! Think positiv: zwei/drei Tage weniger büffeln :-)

Tja, was hetz ich denn da den ganzen Tag! Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder!

Immerhin kann ich ja schon sagen, ich hab die BigFive schon gesehen und das erst noch mehrfach :-)

Freitag, 16. April 2010

aus eins wird zwei

So, gepackt ist nun - und siehe da, aus einer Tasche wurde ein Koffer und eine Tasche.
Mit dem Schlafsack und der Matratze war die Tasche schon halb gefüllt. Wird wohl schon ein Kunststück die Tasche mit all dem zu füllen, was auf die Camping-Tour mit muss.
Nun, es wird sich ja dann auch zeigen, was ich mit dem Koffer anstellen kann in Johannesburg bzw. Kapstadt.

Aber im Moment stell ich mir eher die Frage, ob ich tatsächlich hätt packen sollen. Wars nicht doch zu früh?
Nun, ich hoffe der Wettergott hat ein einsehen und schickt so rasch als möglich noch ein Lüftchen aus der richtigen Richtung oder auch ein paar Gewitterwolken, die den Himmel wieder reinwaschen.

Cowntown - heisst Countdown - ich habs gemerkt ...

Ist nur für jene, die irgend so ein Mail erhalten haben, in dem dieses ominöse neudeutsche Wort vorkommt.
Somit wäre bewiesen, dass die Berechtigung besteht nach South Africa zu reisen.

Donnerstag, 15. April 2010

Sollten oder eben nicht, dass ist hier die Frage

Dass alles muss in die Tasche passen. Hmm - also irgendwie muss das schon reingehen. 66x30x30 sollten ja gross genug sein. 

Sollten! - genau - aber ist es tatsächlich auch so?

Ich zweifle da schon immer noch dran. Aber morgen abend oder dann auch am Samstag morgen kommt der Moment, wo der Frosch ins Wasser rennt! 
Oder, es kommt die Stunde der Wahrheit - dann stellt sich nur noch die Frage, was bleibt hier, was kommt mit oder was findet allenfalls im Handgepäck platz?

Nun ein einfacher Ausweg wär natürlich einen grossen Koffer mitzunehmen. Immerhin sind mindestens 20 Kilo Freigepäck vorgesehen. Und mit diesem Täschchen (66x30x30), dass da aktuell auf der PrioListe zu oberst steht, nehm ich ja nur Rücksicht auf die Campingtour, also für die 5. Woche.

Ja, wo setzen wir die Prioritäten? Warten wir mal den Reisetag oder den Packtag oder vielleicht auch beides miteinander ab! ;-)

Danke - ist echt lieb von euch!

Ich danke euch von Herzen für die guten Wünsche!
In bald mal 5 1/2 Wochen bin ich ja wieder zurück und dann habt ihr mich wieder -
wohl oder übel -
für euch ;-) 

Dies selbstverständlich abgesehen davon, wie nah ich trotz der schützenden Hand dem Halszäpfen gekommen bin.

Ich werde die ganze Zeit an euch denken - oder zumindest einmal die Woche - oder ...
werd mir jedenfalls Mühe geben - reise ja nicht mit Kuoni ...

Dienstag, 13. April 2010

mit oder ohne

ok, langsam nimmt das Ganze ja Gestalt an. So ziemlich alles liegt nun bereit für's Verpacken. So ziemlich alles mit Ausnahme der Dinge des täglichen Gebrauchs. Aber so eine Zahnbürste wird auch nicht mehr so viel Platz in Anspruch nehmen... Oder wird's doch mehr sein als nur eine Zahnbürste?

Nun spannend wird es ja dann, wenns ums Verstauen geht. Was wird dann wohl wieder den Weg zurück in den Schrank finden oder bleibt einfach da liegen?

Nun dann soll ja auch noch ein Online-Test durchgeführt werden. Ein Test für die Einstufung. Ob dies wirklich nötig ist? Am Montag morgen um 07:45 h ist nochmals ein Test geplant, dann aber in der Schule selber. Also der Online-Test nur Schikane? Oder einfach doppelt gemoppelt hält besser? Der Durchschnitt gibt die Einteilung wieder... Egal, wie auch immer, dies kann die Freude nicht trüben.

Einfach noch vier Tage - dann ist Abflug! Mit oder ohne ausreichendem Gepäck, mit oder ohne Test, mit oder ohne Dinge des täglichen Gebrauchs - einfach mit Ticket und Pass!

Montag, 12. April 2010

CapeTown - ich bin da ....

... sag ich dann in einer Woche. Am Sonntag, 18.4.10 um 16:25 wenn alles gut läuft oder besser wohl fliegt.

Also der Platz hat sich langsam gefüllt. Die Sachen, die mitzunehmen sind, vermehren sich laufend. Noch ist aber nicht alles dabei. Es sind immer noch Gegenstände einzupacken, einzukaufen und bereit zu legen.

Wie immer wird es sich auf die letzten Minuten konzentrieren, bis dann auch die letzten Dinge bereit sind. Dann fängt wohl auch die Auswahl und das Gemoste (ähm Verpacken) los.

Wenn ich mir anschauen, was da so alles rumliegt, was mitgenommen werden muss und mir die Tasche anschaue und dann noch überlege was an Kleidern und sonstigem auch noch eingepackt werden muss ...
Na ja - es geht ja doch noch 6 laaange Tage - ich hab noch Zeit !

Sonntag, 4. April 2010

Das Reisegepäck wird langsam 'realistisch'.

Reisetasche, Stirnlampen - eine einfache fürs kleine Geschäft und eine kompliziertere für Nachttouren - Schlafsack, Matratze, Kissen und vieles mehr (inkl. Ersatzbatterien ;-) ) alles heute erhalten. Da ist man doch dankbar, hat man Schwester mit Mann, die reisefreudig sind. Nochmals ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Jetzt beginnt dann mal die Auslegeordnung, das Probepacken und das Abhaken der Checkliste. Und damit dann wohl auch noch das Zusammenstellen der Einkaufsliste.
Immer wieder fällt einem was Neues ein, was noch erledigt werden muss - und wenn es dann soweit ist, dass es zumindest mal auf die ToDo-Liste geschrieben werden könnte, ist es schon wieder vergessen. Jaja, Organisation ist das halbe Leben - ich leb wohl in der anderen Hälfte.

Nun, ich bin ja froh, bin ich die ersten Wochen noch in der Zivilisation und kann noch Vergessenes besorgen!

Donnerstag, 1. April 2010

Jetzt wirds ernst ...

Heute sind die ganzen Unterlagen eingetroffen.
Langsam gilts ernst (sorry Ernst ;-) ) - es sind nur noch zwei Wochen oder auch 9 Arbeitstage. Dann ist 'time to say goodby'.

Aber jetzt sind erst mal die Reisedokumente eingetroffen und ich weiss nun, wo und bei wem ich wohne oder zumindest schlafe. Es ist eine pensionierte Dame, die in einem reizenden Haus in Claremont wohnt. Zum reizenden Häuschen gehört auch ein lieblicher Garten ;-). Ach ja, Lorna - so heisst meine Gastgeberin für die 4 Wochen Aufenthalt in Kapstadt - liebt wandern und auch Jazz Music, und sie hat keine Haustiere.

Die Schule ist in 26 Minuten zu Fuss zu erreichen. Ein wunderbarer Morgenspaziergang um wach zu werden. Und am Nachmittag wird ja wohl den einen oder andern Umweg geben. Hab gehört, dass Kapstadt noch das eine oder andere mehr zu bieten hat als nur gerade eine Schule und eine Gastgeberin. Aber das werden wir in den vier Wochen ja sicher herausfinden - mein Unternehmensgeist und ich.

Nun, der Hinflug dauert ja gerade mal 15 Stunden und 40 Minuten reine Flugzeit. dann kommen noch ein Aufenhalt von 2:30 h in Dubai hinzu und wohl noch die Anreise zum Flughafen wie auch die Fahrt zur Gastfamilie. Tja, dass ist halt, wenn man günstig fliegen will. Aber die Emirates werden schon gut für einen einsamen Schweizer sorgen.
Zeit ist ja genügend vorhanden, die Schule beginnt ja erst am Montag morgen um 07:45 Uhr.

Sonntag, 28. März 2010

ein erster Vorgeschmack

... und dann warens nur noch drei ...

Noch drei Wochen - drei ganze Wochen - drei ganz lange Wochen...

Dann geht die Reise ins Ungewisse los.
Ein mulmiges Gefühl ist schon dabei. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

Nun, einen ersten Vorgeschmack hab ich gestern zumindest von einem Freund erhalten. Dies aber nicht auf das Ungewisse, sondern auf die Freuden von Südafrika.
Er war ebenfalls in Südafrika, von ihm hab ich den Tip erhalten - Danke mein Lieber!

Er war bei mir zu Besuch und brachte Wein mit - Wein aus Südafrika!

Die kriegen bei mir einen Ehrenplatz und werden (vorerst) nicht getrunken.

Ich werd an dich denken, sobald ich irgendwo in Kapstadt an der Sonne sitze und den feinen südafrikanischen Wein geniesse!

Dienstag, 16. Februar 2010

Dumm gelaufen!

Lange lange ist her, seit dem letzten Eintrag - und noch nicht viel hat sich getan.
Die ganze Reise ist ja noch so weit weg. Und doch gäbe es einiges zum Vorbereiten.
Englisch lernen wäre eines, den kargen Wortschatz etwas auf Vordermann bringen um wenigstens nicht ganz 'ohne Worte' da zu stehen.
Dann wäre eigentlich noch etwas Kennenlernen des Landes
und der Stadt am Kap nötig.
Und interessant könnte auch noch sein, wohin die Safari-Reise dann wirklich geht, was überhaupt alles mitgenommen werden muss und kann und worin das ganze Zeug auch verstaut werden soll.
Aber dazu müsste ja noch die detaillierte Reisebeschreibung gelesen werden. Dummerweise kann ich die erst nach meinem Sprachaufenthalt entziffern, da das ganze Dokument in englisch verfasst ist. Also weiss ich erst im Mai was ich im April hätte mitnehmen sollen. - Dumm gelaufen!

Mittwoch, 13. Januar 2010

Wer 'A' sagt, muss auch 'B' sagen ...

Heute morgen stand der Arztbesuch vor der Türe. Scheinbar verlangt ein Aufenthalt in Südafrika oder besser wohl eine Safari durch den Krüger Nationalpark nach ein paar Impfungen. Mal schauen was der Herr Doktor dazu sagt - vielleicht ist er ja gnädig und meint ganz einfach: ,Nein, Herr Silvan, Sie brauchen keine Impfung, Ihnen wird sicher nichts passieren!‘
Aber weit gefehlt - da schaut doch der im Internet nach und knallt einem drei Seiten mit Vorsichtsmassnahmen um die Ohren.  Aber schlussendlich ist er doch ganz vernünftig und schlägt zwei Impfungen vor plus die Mitnahme der Malaria Notfallselbsttherapie.
Also, wer A sagt muss wohl auch B sagen - oder Augen zu und durch. In jeden Arm eine Spritze und fertig ist der Spuk.
Aber wie meinte doch der Herr Doktor - bei der einen Impfung könnte noch der Arm abfallen - oder so ähnlich.  Bis jetzt ist er noch dran und erst noch ohne grosse Schmerzen.

Dann kommst am Mittag nach Hause und findest in der Post einen Brief vom Reisebüro. Toll - Freude herrscht - die Unterlagen kommen.
Aber nichts da - keine Reiseunterlagen - nur eine ellenlange Rechnung mit Reisebedingungen, Geschäftsbedingungen, allgemeinen Bedingungen, Vertragsbedingungen und Versicherungsbedingungen und nicht zu vergessen - mit den Einzahlungsscheinen.
Also auch hier - wer A sagt muss wohl auch B sagen. Da komm ich wohl nicht drumrum und muss die Rechnung bezahlen. Was sein muss, muss sein - dafür kann ich mich immer noch 93 Tage auf den Abreisetag freuen!

Montag, 11. Januar 2010

Safari gebucht und bestätigt

Jetzt kann schon fast nichts mehr schief gehen. Die Safari ist fix gebucht und auch schon bestätigt. Die Flüge schon seit Ende Dezember reserviert.
Nun muss ich nur noch den Pass haben, damit ich auch einreisen kann. Bei der Einwohnerkontrolle haben sie mir dann auch mitgeteilt, dass es ab März einen neuen ePass gibt. Der ist erst noch günstiger als der biometrische Pass und zudem noch 5 Jahre länger gültig. Also nichts wie los und den Neuen besorgen. Aber denkste, der ist erst ab Ende Februar bestellbar.
Da hoffen wir doch, dem ist so und das IT-Projekt wird für ein Mal rechtzeitig eingeführt ;-) und ich kann den Pass beantragen, und er wird sogar noch innert nützlicher Frist erstellt und geliefert.
Schliesslich muss ich dem freundlichen Herrn vom Reisebüro noch einige Angaben liefern und dies noch vor der Abreise. Aber wird schon passen - schliesslich sind wir optimistisch.
Die Zeit bis zum Besuch im Passbüro kann ich dann mal mit dem Arztbesuch und entsprechender Impfung überbrücken. So wird es mir sicher nicht langweilig!

Sonntag, 10. Januar 2010

der Sprachaufenthalt ist definitiv

5 Jahre in der selben Firma muss gefeiert werden. Dieser Meinung ist auch der Arbeitgeber! Drum zeigt er sich spendabel und gibt eine Woche Ferien und finanzielle Unterstützung an eine Weiterbildung.

Nun, was liegt da näher als einen Sprachaufenthalt zu absolvieren. Nun, was liegt da auch näher als den Sprachaufenthalt in Südafrika durchzuführen. England als Mutter der Sprache, lag auch noch im Rennen. Ich hätte mich auch dazu überreden lassen können. Aber irgendwann musste ich buchen.
Und was liegt da näher als nach Südafrika zu reisen und die englische Sprache zu vertiefen?
Südafrika hat noch etwas mehr zu bieten: interessante und spezielle Landschaft, wunderbare Tier- und Pflanzenwelt, intensive Farben, eigene Mentalität und Menschen, etwas anders als du und ich.

Am 30.12.2009 war es dann soweit - ein kurzer Besuch im Reisebüro SLR-Reisen und die Reise wurde definitiv.
Die Reise ist Sprachaufenhalt mit Intensiv-Englischschule und Übernachtung bei einer Gastfamilie in Kapstadt und anschliessend noch eine Safari von den Victoria-Falls über den Krüger-Nationalpark nach Johannesburg mit Übernachtung in Zelten.

Warum noch warten mit dem Buchen der Safari?
Nun etwa einen Monat später (Fussball-Fans mögens verzeihen) ist Fussball-WM und unter Umständen hätte diese mir noch auf irgendwelche Art und Weise einen Strich durch die Rechnung machen können. Möglicherweise wäre eine Absage der Schule gekommen und eine Absage der Safari hätte Kosten verursacht.

Am 08.01.2010 traf die definitive Zusage von der Sprachschule ein und sofort wurde die Safari gebucht.

Jetzt können die Vorbereitungen starten. Erst muss mal ein Pass her. Da wartet das Passbüro schon längst auf meinen Besuch.