Es ist nun Tatsache, ich sitze hier in Cape Town! Und ich hab keinen Internet-Anschluss :-)
Aber der Reihe nach:
Nachdem mich nun der Zug rechtzeitig und pünktlich zum Flughafen gebracht hat und ich das viele Gepäck (wer kommt schon auf die Idee, einen Koffer, eine grosse Tasche, einen Fotorucksack und eine Umhängetasche freiwillig mitzunehmen?) zum Check-In geschleppt habe, stellt sich die grosse Frage - ist das Gepäck nicht zu schwer? Warum das Ganze nicht doch vorgängig auf eine Waage gestellt? Was wenn's tatsächlich Übergewicht hat?
ok, nach 10 Minuten anstehen kommt die Stunde der Wahrheit. Die leichte Tasche auf die Waage - ups - etwas über zehn Kilo. Wohin nur mit der übergewichtigen Ware? Dann den Koffer drauf, der ist bei weitem schwerer. Nicht hinschauen nützt wohl auch nichts. Was solls: Augen auf und durch. Etwas unter 20 Kilo - uff. Leichtes Übergewicht, aber wenn ich mich so umschau, wer hat das nicht. ;-)
Dann bleibt noch gut eine Stunde für einen kleinen Imbiss und ein Bierchen.
Vor dem Boarding taucht plötzlich noch ein guter Freund auf um mich zu verabschieden. So lieb - Danke!
Dann rein in den Airbus. Platz ist genügend vorhanden. Vor uns sitzt niemand. Nach etwas mehr wie sechs Stunden Flug landet die Maschine in Dubai. 2.5 Stunden Aufenthalt und weiter gehts mit einer Boing. Der Service in den Maschinen der Emirates ist sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen schmeckt ebenfalls recht gut.
Nach einen fast 10-stündigen problemlosen Flug über die afrikanische Pampas und den indischen Ozean landen wir Cape Town.
Das Gepäck ist schnell gefasst, der Fahrer gefunden und weiter gehts zur Gastfamilie oder besser wohl Gast-Mama.
Auffallend ist, dass die Mehrzeit der Häuser alle hinter hohen Mauern versteckt sind, zum Teil mit Elektrodraht oben drauf gesichert. Dies sind die reicheren Einwohner, jene die in ärmeren Verhältnissen leben, benötigen auch keine Mauer.
Der Empfang bei der Gast-Ma namens Lorna ist herzlich. Nach etwas Small-Talk, Zimmerbezug und einer wunderbaren Dusche wird gegessen. Wir sind zu dritt - Lorna, ein süd-koreanischer Student und ich. Bald mal heisst es dann für mich - ab ins Bett. Während dem Flug war an Schlaf ja nicht zu denken.
Am nächsten Morgen der erste Schultag. Meine Gast-Ma bringt mich da hin. Ein schnelles Interview, eine kurze Einteilung in eine Klasse und der erste Schulhauswechsel steht an. Der neue Ort liegt in einem schönen, kleinen Garten mit ein paar alten Bäumen und blühenden Büschen. Ein kleiner Pool ist ebenfalls vorhanden.
Die erste Stunde ist ein Test - Wochenrückblick - ok denn halt. Kann ja nur schiefgehen. Aber so übel war ich dann doch nicht. Dann der Bescheid - du sitzt in der falschen Klasse, du musst eine Stufe höher. Tja, also für den nöchsten Tag neue Kameraden. Dabei war diese Klasse ganz familiär - only 3 studends in the class.
Für Mittagessen bleibt keine Zeit. Normalerweise knapp eine Stunde, doch wir (die vulkangeschädigten Neuankömmlinge) bekommen einen Spezialabrieb und werden über die Gepflogenheiten instruiert.
Nun am Nachmittag sind ja auch noch ein paar Lektionen angesagt. Auch hier ist die Klasse eher klein. Wir sind 4 Lernende und versuchen Konversation zu betreiben - also ich versuche zumindest etwas zu verstehen...
Aber so geht es mir ja schon den ganzen Tag. Ich stelle mir die Frage - was wollen denn die alle von mir...
Mein koreanischer Mitbewohner, Junn hat auf mich gewartet und zeigt mir den Heimweg. Wir fahren mit dem Zug. Es sind zwei Stationen und ein wenig Fussweg. Tja, hier musst du wissen, wo du aussteigen musst. Karten oder Pläne gibts keine im Zug und sehen tust du auch nichts. Die Fenster sind milchig. Aber wir sprechen ja alle die gleiche Sprache hier... oder so ...
Abends fahren wir mit Lorna, deren Tochter und Freundin ins Grand West. Sie wollen den Cirque du Solei anschauen. Junn und ich schauen uns das Gebäude an. Ein riesiger und eindrücklicher Komplex mit Spielkasino, diversen Restaurants unterschiedlichster Spezialitäten, Kinos, Kinder-Spielcenter, etc. Das Ganze ist als Dorf gestaltet. Wir flanieren also unter 'freiem' Himmel durch die Gassen und über die Plätze. Schauen uns um und essen das erste Rumpsteak. Anschliessend warten wir im Pub auf unseren Fahrer. Der Cirque ist dann auch bald zu Ende nach einer längeren Heimfahrt endet auch dieser Tag.
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