Der Donnerstag morgen beginnt schon früh. Bereits um 5 Uhr bin ich wach und kann nicht mehr einschlafen. Die Nacht war somit recht kurz. Das dürfte ein harter Tag werden. Der letzte Schultag verläuft ohne grössere Probleme. Mittagessen wie üblich Chicken und kein Reis nur Salat. Dafür noch die letzte mitgebrachte Schweizer-Schokolade.
Den Nachmittag verbringen wir im Montebello Design Center, wo verschiedene einheimische Künster ihre Werke schaffen und auch ausstellen. Ein interessanter Ort in einem der ältesten Gemäuer in Cape Town. Ein herrlicher parkähnlicher Platz zum Verweilen, wenn es schönes, warmes Wetter wäre. Nun kalt ist es nicht gerade, regnen tut es auch nicht. Es ist nass, da es am Morgen wie aus Kübeln gegossen hat. Auf den tieferliegenden Plätzen und Fusswegen waren Seen, an den Strassenrändern z.T. Bäche von Wasser. Die Abläufe waren mit dem heruntergefallenen Laub verstopft. Es war das erste Mal, dass ich mit dem Taxi Bus zu Schule fuhr. Aber schneller war ich trotzdem nicht unterwegs, dafür trocken. Der Taxi Bus hielt alle paar Meter und pfiff und hupte für neue Passagiere.
Am Nachmittag treffen wir uns nochmals für ein letztes geselliges Beisammensein. Dieses dehnt sich dann bis nach Mitternacht aus bei einem Nachtessen (zu Hause) und einem südafrikanische Wein (auswärts) mit Joon und meiner Host-Ma. Dann heisst es 'to say Goodbye!' zu Joon und wir fahren zurück. Noch ein kurzer Schwatz und auch der Abschied von meiner Host-Ma. Sie wird am morgen früh noch schlafen, wenn ich abreise.
Für mich heisst es noch, die letzten Sachen packen und das Gepäck bereit stellen. Dann gehts für ca 2 Stunden ins Bett.
Freitag morgen um vier geht dann der erste Alarm los. Also nichts wie raus aus den Federn. Der Taxifahrer kommt pünktlich eigentlich sogar zu früh. Passt, hab meinen Morgen-Tee gerade getrunken.
Die Fahrt zum Flughafen ist kein Problem, sogar das Einchecken funktioniert reibungslos, das Gepäck ist immer noch gleichschwer. Das Splitting der Gepäckstücke ist auch kein Problem. Also gilt es dann am Flughafen Johannesburg den Koffer zu nehmen und dann in der Security für die nächsten 8 Tage zu deponieren. Die Zeit sollte gemäss Taxifahrer ja reichen. Eine Stunde 40 Minuten Aufenthalt, bevor es dann weiter geht. Die BoardingCard zeigt allerdings, dass bereits eine Stunde nach geplanter Ankunft Bording-Time ist. Aber das reicht allemal.
Wir starten schon mal mit 35 Minuten Verspätung. ok, bedeutet dann wohl, dass es etwas schneller gehen muss mit dem Gepäck deponieren. Nur noch knapp 20 Minuten Zeit! Der Flug ist problemlos, ich frage mich nur, warum alle Leute um mich rum schlafen können und ich nicht, die Landung auch. Jetzt muss nur noch der Koffer durch die Schleuse rutschen. Die Menschenmenge rund um das Förderband verringert sich langsam, mein Koffer ist immer noch nicht aufgetaucht. Auch die Zeit rinnt davon. Noch 15 Minuten - der Pilot hat nohc etwas Zeit gut gemacht. Aber wo ist der Koffer. Da rutscht er doch tatsächlich auch noch runter. Jetzt gilt es zu erfahren, wo sich diese Aufbewahrungsstelle für das Gepäck befindet. Nachdem mir der Weg ein Stück weit gezeigt wurde finde ich dann den Ort auch. Es bleiben nur noch wenige Minuten. Formulare ausfüllen macht in solchen Situationen besonders Spass, dann gilt es das Gate zu finden, durch die Pass- und Personenkontrolle und 'meilenweit' laufen. Bin schon zu spät, aber dafür muss ich beim Bording nicht anstehen, jedenfalls der Bus wartet noch. Uf, knapp geschafft. Kaum bin ich drin, es kommen noch zwei weitere, fährt der Bus ab.
In Livingstone werden wir auf das Rollfeld geführt und zur Passkontrolle begleitet. Es ist warm hier. Die Sonne scheint.
Mit dem Taxi zur Lodge, keine Reservation da. Dann die Jacken entledigen und weiter gehts gleich zu den Viktoriafalls.
Für die Besichtigung können Regenmäntel und Gummischuhe gemietet werden. Mein Taxidriver hat's mir empfohlen. Da kriegst du gleich zwei Regenmäntel übergezogen. Nach den ersten Schritten wird es warm darunter. Aber wenn du bei den Fällen stehst, bist du froh darum. Der feine Wasserstaub hängt wie ein Smog über dem Fall. Der ganze Wasserfall ist nicht sichtbar, die sicht ist verdeckt. Es regnet richtig von den Bäumen. Keinen Regenschutz anzuhaben bedeutet jetzt völlig durchnässt zu sein.
Imposant tosen die Fälle in die Tiefe, ein gewaltiges Naturschauspiel von allen Seiten.
Danach gehts dann zurück zur Lodge und das Zelt kann dann doch bezogen werden. Bin mal gespannt, wie es sich auf diesen Betten schlafen lässt, wie warm es hier in der Nacht wird. Gemäss Taxidriver ist es aktuell zu warm für die Jahreszeit, mir kann es recht sein.
Herzliche Gratulation zum Geburtstag, Angeli!
Nach einem Nachtessen, direkt am Fluss und dem Genuss eines einheimischen Biers namens Mosi (also Livingstone ist in Sambia) versuche ich dann zu schlafen. Ob das bei dem Lärm der Grillen und der und dem Rauschen des Wasserfalls überhaupt möglich ist - ich kanns dann morgen sagen. Jedenfalls muss ich mich erst an den miefigen Geschmack in diesen Zelten gewöhnen. Die Ohrstöpsel liegen ebenfalls bereit, falls dann doch das Gezirpe auf die Nerven geht.
dankäää viieL mal für gratuLation =)
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