Donnerstag ist Schule angesagt. Am Mittag hab ich dann mal mein Bike erhalten, dass ich mir am Vortag für die nächsten zwei Wochen gemietet habe. Nun ja, es lässt ich fahren. Mit Spinnweben überzogen, die Räder mit nur sehr wenig Luft und das Vorderrad hat eine leichte acht. Ich kam ganz schön ins Schwitzen, bis ich dann zu Hause angekommen bin. Jedenfalls werde ich am nächsten Morgen die Räder mal mit frischer Luft versorgen. So hoffe ich, dass es dann besser geht.
Am Abend leisten wir uns wieder mal etwas Ausgang und genehmigen uns ein ganz grosses Bier im Springboek. Ein Pub auf zwei Räume verteilt wobei die beiden grossen Aussenräume nicht eingerechnet sind. Nun wir bleiben nur bis zehn, denn morgen ist Schule und wir sind seriös...
Freitag dann die Räder gepumpt oder besser sie wurden gepumpt. Hier wird man an der Tankstelle noch bedient und schon ziemlich schräg angeschaut, wenn man den Angestellten die Arbeit abnimmt.
Schule - Mikrowellen-Food - Schule.
Dann kann das Wochenende eingeläutet werden. Wir wollten ein südafrikanisches BBQ, ein sogenanntes xxx (kann den Namen nie behalten) veranstalten. Aber das Wetter meint es nicht so gut. Es weht eine Brise und es ist dann auch frisch geworden. Wir kaufen also nur was trinkbares und etwas zu knabbern für den Apéro, dann wollen wir ausgehen. Schlussendlich ist es dann doch so, dass wir zu hause bleiben, zu fünft einen lustigen Abend verbringen und nochmals was zu essen und trinken einkaufen gehen. Das hier ständig der Fernseher angeschaltet sein muss, stört wohl nur mich. Aber je später der Abend, desto weniger macht es einem was aus.
Gegen drei stellen wir dann fest, dass es an der Zeit wäre, das Bett auf zu suchen bzw. sich auf den Heimweg zu machen. Flawia fährt mit dem Taxi, Jason übernachtet bei uns. Er kann nicht mehr in sein Haus, da im Laufe des Tages die Alarmanlage ausgewechselt wurde und er sich auch abgemeldet hat.
Das Sofa wird dann noch von der Tochter unserer Host-Ma belegt. Somit haben wir das kleine 4-Zimmer Häuschen auch gefüllt. Jedes Zimmer beherbergt 1-2 Personen.
Nach einer kurzen Nacht sind wir dann am Samstag wieder auf. Frisch geduscht und vom Frühstück gestärkt, geht es dann bereits weiter in die Stadt zum Greenmarket Sqare.
An der Ticketausgabe werden wir dann freundlich darauf hingewiesen, dass wir am Montag kein Monatsticket nur Wochentickets kaufen sollen. Das Zugspersonal habe vor zu streiken, allerdings wüssten sie noch nicht genau wann. Jedenfalls gut zu wissen.
Ein Markt mit vielen interessanten und handgemachten, afrikanischen Gegenständen, Kunstartikeln, etc. erwartet uns. Flawia kauft sich zum Abschied noch ein handgemaltes Bild und auch Joon kann nicht wiederstehen. Ich habs mir noch aufgeschoben ;-)
Wir spazieren durch den Markt, dann weiter durch den wunderbaren Ortsteil, zum Parlamentsgebäude und den Präsidenten-Wohnsitz. Dieser wird auch nur 6 Monate im Jahr bewohnt. Dann nämlich, wenn das Parlament auch in Cape Town tagt. Die andern 6 Monate im Jahr befindet sich das Parlament in der 2. Hauptstadt des Landes, in Pretoria. Das Houses of Parlament liegt direkt beim Company's-Garden. Hier laufen einem dauernd Eichhörnchen über den Weg. Diese sind auch gar nicht scheu. Es ist witzig, den kleinen putzigen Tierchen zu zu schauen, wie sie z.B. ihr Futter in der Erde vergraben, das Loch wieder schön zubuddeln und dann die Erde glatt streichen. Wenn die wüssten, dass sie bald wieder vergessen haben, wo sie das Nüsschen vergraben haben, würden sie sich diese Arbeit sparen.
Auch einige eigentümliche Vögel (es sind schon Flugtiere gemeint) sind hier unterwegs. Die sind dann aber nicht so leicht mit ein bisschen Fingerschnippen anzulocken. Sie gehen den Leuten eher aus dem Weg.
Mehrheitlich sind in diesem Garten Einheimische anzutreffen. Viele sonnen sich irgendwo in der Wiese liegend oder sitzend oder schlafen auch im Schatten.
Wieder einmal bin ich von der speziellen, betriebsamen und doch ruhigen Atmosphäre dieser Stadt beeindruckt. Hier lässt es sich aushalten.
Schade ist, dass das Iziko South African Museum & Planetarium sowie auch die Iziko National Art Gallery geschlossen haben. Nun, damit steht wohl fest, was am kommenden Mittwoch nachmittag auf dem Programm steht.
Nach einem kurzen Ruhe-Halt im Kaffee macht sich ein leichter Hunger bemerkbar. Wir fahren zurück zum Banana Jam und bestellen uns eine Pizza. Das Ding ist fast doppelt so gross wie in der Schweiz und eine Halbe hätte wohl für jeden von uns gereicht. Was übrig bleibt kommt in den Robid.. ähm Dogi-Bag. Dafür und weil Happy-Hour angesagt ist, genehmigen wir uns noch ein, zwei Cocktails und machen uns dann bei Einbruch der Dunkelheit auf den Heimweg.
Der Abend wird mit Hausaufgaben verbracht. Ausgang wird gestrichen und dafür wird geschlafen. Für morgen steht ja ein Ausflug zum Cape of Good Hope auf dem Programm.
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