Erstmals konnte ich ohne frieren schlafen - ich hatte auch drei Schlafsäcke ;-) - ein seidener und zwei warme. Die Nachttemperatur lag bei ca. 4-5 Grad.
Um 6:30 sind das Zelt zusammengeräumt, die Sachen gepackt und im Track verstaut. Frühstücken und nach dem Abwasch gehts los au fdie Suche nach 'wilden Tieren'.
Wir fahren in einen kleineren Nationalpark in der Nähe von Polokwane. Es ist nicht leicht, in diesem hohen Gras und den niedrigen Bäumen überhaupt Animals zu entdecken. Aber wir finden doch welche, erst ein paar Strausse, ein Zebra dann eine Herde Nashörner, eine Giraffe und Impalas, von weitem einige Wildschweine und Gnus.
Auf dem Dach des Trucks sitzend suchen und finden wir die Tiere. Einfach eine grandiose Sache, sie in der freien Wildbahn zu beobachten.
Dann gehts raus aus dem Park, wir müssen noch Einkäufe erledigen, bevor wir dann in den Krüger Nationalpark fahren. Auch hab ich noch meinen Rückflug zu bestätigen und Briefmarken zu kaufen. Postkarten bekommt man überall, aber dazu gehörende Briefmarken musst du suchen. Im Einkaufcenter ist eine Post untergebracht, da wird es hoffentlich welche geben. Erledigt, nun noch etwas für Unterwegs einkaufen. Eine 5-l-Kanne stilles Mineralwasser, natrülich von Nestlé, zum Preis von gerade mal 15 Rand. Dies entspricht etwa 2 Franken.
Vorbei an riesigen Bananen-, Palmen-, Gemüse-, Orangen-, anderen Plantagen und Treibhäusern verlassen wir Polokwane in Richtung Krüger Nationalpark so gegen 10:30. Ein kurzer Lunchstopp am Strassenrand, kurze biotechnische Pausenunterbrechen die Fahrt. Die Tore zum Krüger Park schliessen um 5 Uhr abends. Dann müssen wir drin sein.
Rechtzeitig treffen wir dort ein und durchlaufen mehrere Eingangskontrollen. Der Krüger ist hermetisch abgeriegelt durch einen hohen Maschendrahtzaun und darüber gespannten elektrisch geladeenen Drähten. Im Krüger ist das verlassen der Fahrzeuge verboten. Auf das Dach können wir auch nicht - wegen der Katzen. Fotografieren nur asu dem Truck möglich. Die Wege sind klar vorgegeben. Übernachtungen sind nur in Camps oder Lodges möglich und diese sind ebenfalls nur durch ein Tor passierbar, dass abends um 6 geschlossen wird.
Auf der Fahrt zu unserem ersten Camp entdecken wir einige Hippos im Fluss. Es schauen nur die Nasenlöcher und die Augen über den Wasserspiegel. Zwei Büffel sind die nächsten Objekte vor der Linse. Das Maximaltempö im Krüger ist 40 kmh.
Wir haben vom Gate bis zu unserem ersten Camp 45 km zu fahren. Dabei sehen wir weitere Elefanten, Zebras, Büffel udn auch den Leoparden in einem Baum schlafend. Somit haben wir 4 der Big 5 gesehen. Es fehlt uns der Löwe.
Impalas laufen hier in riesigen Herden rum und werden nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr so gross beachtet. Auch die vielen, zum Teil recht bunten Vögel finden nicht die nötige Wertschätzung.
Krüger Naturalpark
Satara heisst unser Camp und wir treffen rechtzeitig dort ein. Anmelden, Platz suchen, Zelte aufstellen sind die ersten Tätigkeiten. Satara ist ein riesiges Camp. Das Nachtessen besteht aus gefüllten Pouletbrüstchen, Reis und Gemüse - alles draussen zubereitet. Dann noch etwas ums Lagerfeuer sitzen - es ist warm.
Der Donnerstag morgen startet um 5 Uhr früh, erstmal habe ich ohne frieren geschlafen. Der frühe Vogel fängt den Fisch - so hoffen wir und verlassen das Camp nach dem Öffnen der Tore für einen Game Drive. Wir finden weitere Tiere, aber auch lange Strecken gar nichts. Der Krüger ist gerade mal halb so gross wie die Schweiz und nicht mal 5 % bestehen aus befahrbaren Wegen oder STrassen. Es ist also nicht verwunderlich, dass die wilden Tiere nicht gerade am Strasssenrand spazieren.
Dann gehts wieder zurück zum frühstücken ins Camp. Gebratener Speck, Rührei und Frenchtoast sowie diverse Müäsli wird für uns zubereitet. Wir sitzen draussen im Kreis um das nun erkaltete Feuer. Kurzärmelig, kurze Hosen und ohne Schuhe - die Temperatur ist angenehm.
Abbau der Zelte, Verstauen des Gepäcks und wir fahren weiter zum nächsten Camp.
Die fahrt wird zum Erlebnis. Viele wilde Tiere (Impalas, Elefanten, Giraffen, Black-backed Jackal und dann diverse Geier. Drei Black-backed Jackals und ein Bushbock bieten uns dann ein unglaubliches Spektackel am Strassenrand. Wir erleben den Todeskampf des Bushbocks, er hat keine Chance. Bald schon fliegen die ersten Geier an. Auf der Strasse liegt ein weiterer Bushbock, dieser wurde vermutlich auf der Flucht von einem Auto angefahren. Auch er verendet kläglich auf der Strasse. Ein vorbeikommender Ranger bringt ihn in die Nähe des zweiten Bushbocks. Nun liegen beide da, die Jackale sind vertrieben, die Geier warten ab. Nach einigen Minuten entschliessen wir uns zum Camp zu fahren, die Reservation vorzunehmen und wieder zurück zu kommen. Nach ca. 30 Minuten snd wir wieder da. Von den zwei Bushbocks ist nichts mehr zu sehen, als ein paar Knochen. Die unzähligen Geier haben volle Arbeit geleistet. Inzwischen ist dann auch der grösste der Geier eingetroffen.
Für unseren Guide war dies auch ein erstmaliges Erlebnis. Brutal anzusehen, aber so spielt die Natur.
Danach gehts zurück aufs Camp um die Zelte für die Nacht aufzuschlagen. Unser Guide beginnt das Abendessen bzw sein den Bortteig vorzubereiten.
Viele kleine Mangoose statten uns einen Besuch ab.
Diesen Abend ist eine Sunset Drive geplant. Dieser wird nur von den Park-Guides durchgeführt. Um halb fünf startet das Vorhaben. Lange sind keine Tiere zu sehen, dann ein Elefant, zwei Giraffen und ein White-Rino. Langsam beginnt es zu dunkeln. Plötzlich rennt ein Baby-Rhino vor uns über die Strasse, die Mutter trabt hinterher. Wunderbar, nur ein zu kurzes Erlebnis. Sie sind sofort verschwunden. Dann sehen wir einen Leopard im Gras verschwinden - ein tolles Tier. Die Dunkelheit scheint ihm Sicherheit zu geben, er hat es nicht eilig.
Wir warten immer noch auf den Löwen, aber der lässt sich nicht blicken. Die Zeit läuft ab, wir machen uns auf den Rückweg. Dann liegt er da, mitten auf der Strasse. behäbig steht er auf und trottet ins hohe Gras am Strassenrand und verschwindet in der Nacht. Ja, wir haben die Big Five gesehen! Was für ein riesiges Glück - und sogar von allen ein Foto, wenn auch nicht alles überzeugende. Aber egal!
Auf der weiteren Fahrt zurück ins Camp sehen wir im Scheinwerferlicht noch weitere Tiere, Katzen und vor allem Impalas.
Im Camp wartet dann das Nachtessen auf uns - grillierte Mashrooms als Vorspeise, dann grillierten Mais, Spear-Rips und das mit Schinken gefüllte und auf Kohlen gebackene Brot. Zum Dessert dann die Schoggi-Banane vom Grill.
Während dem Nachtessen besucht uns eine Hyäne. Allerdings ist sie auf der anderen Seite des Zauns und begutachtet uns hinter dem Gitter.
Einige schlafen unter freiem Himmel. In der Nacht werden sie dann geweckt und vom Guide unverzüglich in ihre Zelte geschickt. Auf unserem Zeltplatz tun sich zwei Honey Badger (Dachse) an den Knochen gütlich. Sie sind nicht ganz ungefährlich.
Auch der nächste Morgen beginnt mit einem Game-Drive. Ausser einem männlichen Warzenschein und einer Herde Pavianen sehen wir aber keine 'neuen' Tiere. Es geht zurück, Frühstück und Abbrechen ist angesagt. Wir verlassen den Krüger Park.
Die Reise geht weiter. Kurz nach dem Krüger kriegen wir dann noch den Cheetah, den Geparden zu sehen. Ein wunderbares Tier. Steht einfach so da an der Strasse, als ob er auf uns gewartet hat und verschwindet dann im Gras.
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