Wir verlassen heute Sabmia mit seinen freundlichen, hilfsbereiten und zuvorkopmmenden Leuten. Die meisten von ihnen sind zu Fuss unterwegs. Autos sind nur wenige anzutreffen, wenn man mal von den vielen hellblauen Taxss absieht.
Um neun ist Abfahrt aus dem Camp in Livingston. Wir sind um sieben auf, Zelte zusammenpacken und frühstücken. Aktuell sind wir noch elf Teilnehmer und zwei Guides.
Auf dem Weg zum Camp Elephant Sands sehen ich dann doch die ersten Zebras und freilebenden Elefanten. Und war das nicht ein Löwe im Gebüsch? Leider sind wir etwas zu schnell unterwegs, als das ein einigermassen passables Foto entstehen konnte. Aber ich hoffe doch, auf dem Trip ein paar dieser Viecher vor die Linse zu bekommen.
Wir fahren den ganzen morgen, mit einem Stopp in einer Stadt nach dem Zoll. Hier können wir Geld wechseln und unsern Lunch kaufen. Unmittelbar nach dem Zoll überqueren wir den Sambesi-River auf einer Fähre. Auf dieser haben genau drei Lastwagen ohne Anhänger platz, und dies sind keine 40 Tönner. Nun ist auch klar, warum vor dem Zoll eine kilometerlange Schlange von Lastwagen zu finden ist. Wir können allerdings vorfahren und uns auf die nächste Fähre begeben. Die verkehrt im Ländereck Simbabwe, Sambia, Botwana und Namibi. Sei bringt uns von Sambia nach Botwana.
Hier geht dann die Fahrt weiter. Eine geteerte Strasse führt uns durch die Steppe. Kaum andere Autos oder Lastwagen unterwegs. Dafür gibts viel Abwechslung am Strassenrand. Steppe mit vertrockenten Sträuchern und verdorrter Erde wechseln sich ab mit Wäldern mit kleinwüchsigen, grünen, knorrigen und zum Teil vertrockneten Bäumen. Aber auch Felder mit blühenden Sonnenblumen und rotblühenden 'Getreide' sind anzutreffen.
Nach einem kurzen bio- und suchttechnischen Stopp erreichen wir dann das neue Camp. Hier sollen am Abend jeweils die Elefanten vorbei kommen und aus dem Tümpel trinken und dann den Weg weiter durch das Zeltcamp suchen. Wir sind gespannt. Das Camp liegt abseits der Strasse mitten in der Steppe. Alles ist auf Sand gebaut. Zeltaufbau dann Apéro an der Bar mit dem einheimischen Bier St.Louis.
Das Nachtessen wird im Kreis eingenommen. Auf Klappstühlen sitzend und den Teller auf den Knien. Dann gehts wieder in die Bar, die gegen den Tümpel hin offen liegt und draussen ein wärmendes Feuer brennen hat. Wir warten auf die Elefanten. Und tatsächlich kommen sie dann auch. Erst nur zwei einsame junge Bullen, dann kommt der Rest der Herde. Insgesamt sind es dann wohl ca. 11 Tiere, die sich am Wasser laben. Es ist schon fast zu dunkel um was zu sehen. Aber es ist unglaublich faszinierend. Zwei der Jungbullen tauchen dann bei der Bar auf und trinken aus dem Pool. Fünf Meter von uns entfernt. Dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.
Um Neun ist Schlafenszeit, morgen geht es früh wieder los. Um vier ist Tagwach, spätestens um fünf ist Abfahrt, Frühstück gibts unterwegs.
Es ist wieder kühl in der Nacht und ich muss feststellen, der Schlafsack und ich werden wohl nie Freunde werden. Ich friere und das Ding lässt ich auch nur mühsam schliessen.
Aber auch die Elefanten, die in der Umgebung des Camps ihren Hunger an den Büschen und Bäumen stillen, lassen einen nicht schlafen. Laut schnaubend fressen sie die frisch abgebrochenen Zweige und Äste. Zwischendurch ist auch das Brüllen eines Löwen zu hören.
Der unglaubliche Sternenhimmel entschädigt dann für das frühe Aufstehen. Da ist selbst der Ausblick vom stillen Örtchen ein Genuss.
ElephantSands
Vor fünf fahren wir ab. Ihm Truck ist es ebenso kühl wie draussen. Es ist kein Aufwärmen möglich. Etliche der Trip-Teilnehmer sitzen in Decken oder Schlafsäcken eingehüllt schlafend im Wagen und verpassen den Sonnenaufgang.
Wir fahren nun durch eine zivilisiertere Gegend. An den Strassen stehen vereinzelte Häuser oder Hütten. Etliche Kühe, Ziegen und Maultiere verlangsamen unsere Fahrt, wenn sie in der Nähe oder auf der Fahrbahn rumtrotten.
Nach ein paar Zwischenstopps und einem Fastfood-Lunch überqueren wir gegen ein Uhr die Grenze zu Südafrika. - Welcome back! - Noch ca. 4 Stunden Fahrt, dann ist die Zeit für heute im Truck auch vorbei. Das Hinterteil dankt!
Somit ist es auch wieder möglich via VodaCom-Handy mit Freunden in CapeTown in Kontakt zu treten.
Der Unterschied zwischen diesen Ländern ist deutlich spür- und sehbar. In Sambia waren zig Männer und Frauen an einem Strassenstück und ein paar Metern beschäftigt, das hohe Gras an den Böschungen tot zu schlagen. In South Africa zieht ein Traktor einen 'Mäh-Rechen' hinter sich her.
Kurz vor unserem nächsten Übernachtungskort verlassen uns zwei Teilnehmer. Sie gehen mit einem anderen Track auf Tour. Also warens nur noch neun!
Das Land wird jetzt zunehmend hügeliger und auch belbter. Die Häuser sehen auch wieder wie welche aus und es fahren vermehrt Autos auf der Strasse. Allerdings haben wir immer noch eine Stunde Fahrt vor uns, bis wir unser Ziel erreichen.
Die Landschaft wechselt von grün zu braun, die Gräser werden höher, die Bäume kleiner und weniger.
Wir erreichen unseren Übernachtungsort in Polokwane, ein schönes, sauberes Camp mit einer wunderbar eingerichteten Bar. Ich stelle mein Zelt auf, andere schlafen im Christmas-Bed (unter freiem Himmel). Nach einer feiner Lasagne, die wir im Garten gegessen haben, und einer Runde am Lagerfeuer gehts dann Richtung Schlafsack.
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